San-Bernardino-Tunnel wieder wie neu
Aktualisiert

San-Bernardino-Tunnel wieder wie neu

Nach dreieinhalb Jahren Bauzeit ist die Sanierung des 6,6 Kilometer langen San-Bernardino-Strassentunnels der A13 bis auf wenige Arbeiten abgeschlossen.

Das Budget von 236 Millionen Franken kann eingehalten werden. Die 1967 eröffnete zweispurige Röhre verfügt über keine Abdichtung der Wände, wie das Tiefbauamt am Mittwoch an einer Medienorientierung in San Bernardino GR darlegte.

Da der für die Aufhellung nötige Farbanstrich nicht auf feuchten Beton aufgetragen werden kann, werden von März bis Juni nächsten Jahres perlweiss beschichtete Wandplatten aus Beton montiert. Solche Platten fanden bereits vor 40 Jahren Verwendung.

7000 Stück von zwei Metern Länge werden derzeit produziert und beschichtet. Die Wandplatten sollen jeweils zwischen 22 und 5 Uhr angebracht werden. Dabei kann der Verkehr nur einspurig geführt werden.

Sanierung teurer als Bau

Die Eingänge zu den neu angelegten Fluchtstollen, die unter der Fahrbahn verlaufen, sind im südlichen Drittel des Tunnels in Betrieb. Diejenigen im mitteleren Drittel können ab Mitte Februar benutzt werden, die restlichen folgen Mitte Jahr. Auch müssen noch Brandnotleuchten montiert werden.

Mit dem Einbau des Deckbelages, dem Aufbringen einer doppelten Sicherheitslinie mit Reflektoren und der Montage von Führungsleuchten werden die Erneuerungsarbeiten abgeschlossen. Ab Ende September nächsten Jahres soll der Tunnel laut Tiefbauamt wieder Tag und Nacht ohne Behinderungen passierbar sein.

Die Kosten der Sanierung von 236 Millionen Franken liegen weit über denjenigen des Neubaus in den sechziger Jahren. Das Bauwerk kam damals auf 150 Millionen Franken zu stehen. Der Unterbruch der Sanierungsarbeiten im Juni dieses Jahres infolge der Gotthardsperre kostete Bund und Kanton 0,5 Millionen Franken.

(sda)

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