Rassismus-Debatte: Sandro Brotz weist Vorwürfe von Arena-Gast zurück
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Rassismus-DebatteSandro Brotz weist Vorwürfe von Arena-Gast zurück

Für seine Arena am Freitagabend erntete Moderator Sandro Brotz viel Kritik. Nun hat er sich zur Ausstrahlung geäussert.

von
Sven Forster
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Die Arena-Sendung vom 12. Juni stand unter dem Motto Rassismus.

Die Arena-Sendung vom 12. Juni stand unter dem Motto Rassismus.

Screenshot SRF
Sandro Brotz führte wie gewohnt durch die «Arena».

Sandro Brotz führte wie gewohnt durch die «Arena».

SRF/Oscar Alessio
In den sozialen Medien wurde er jedoch vor Ausstrahlung der Sendung für seine Gäste-Auswahl kritisiert.

In den sozialen Medien wurde er jedoch vor Ausstrahlung der Sendung für seine Gäste-Auswahl kritisiert.

Darum gehts

  • Die SRF-Arena erntete für ihre Rassismus-Debatte einen Shitstorm
  • Drei der vier Hauptgäste waren weiss
  • Nun hat sich Moderator Sandro Brotz zu Wort gemeldet

Die gestrige Arena sorgte in den Sozialen Medien für viele Diskussionen. Moderator Sandro Brotz wurde für die Wahl seiner Gäste sowie die Art und Weise des Panels stark kritisiert. Die Show hatte das Motto: Jetzt reden wir Schwarzen. Das Problem dabei, drei der vier Hauptgäste waren Weisse.

Auch Prominente wie Alexandra Maurer äusserten sich nach der Austrahlung. Die Moderatorin schrieb auf Twitter: «Was will man eigentlich mit der heutigen Arena erreichen. Ich fand es toll, dass ihr euch dem Thema angenommen habt, aber die Umsetzung ist ein grosser Fail.»

Angela Addo, die in die Arena eingeladen war, machte Brotz vor laufender Kamera den Vorwurf, sie nicht informiert zu haben, dass auch SVP-Vertreter an der Sendung teilnehmen. In einem neuen Statement widerspricht Brotz dieser Aussage: «Es trifft nicht zu, dass wir die Diskussionsteilnahme der SVP verheimlicht hätten. Ich weise diesen Vorwurf in aller Form zurück. Angela Addo hat von uns sowohl mündlich als auch in der schriftlichen Einladung erfahren, dass Gabriella Binkert die Präsidentin der SVP Val Müstair ist.» Brotz weiter: «Sie war zudem über alle weiteren Gäste und deren Funktionen informiert.»

«Die Erwaltungshaltung war offensichtlich eine andere»

Brotz spricht auch über die weiteren Vorwürfe. Er sagt: «Ich kann die Kritik insofern nachvollziehen, als dass die Erwartungshaltung offensichtlich eine andere war und bedaure das» Der Moderator weiter: «Wir wollten mit dieser Arena eine aktuelle Debatte aufnehmen und ein Zeichen setzen. Dass dies beim Publikum nicht nur so angekommen ist, schmerzt mich auch für das Team der Arena.»

Es sei ihm bewusst gewesen, dass Rassismus ein anspruchsvolles Thema für die Arena sei. Brotz: «Mir war wichtig, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer miteinander ins Gespräch kommen und aufeinander zugehen. Das ist leider nur teilweise geglückt.»

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