Aktualisiert 21.03.2006 21:08

«Sandwich-Millionär» wegen Vergewaltigung verurteilt

Ein erfolgreicher Unternehmer, der in Zürich und der ganzen Deutschschweiz ein Imbiss-Imperium gegründet hatte, muss wegen Vergewaltigung vier Jahre ins Zuchthaus.

Nachdem er aus dem Kosovo eingewandert war, machte der heute 41-Jährige in der Schweiz eine Bilderbuchkarriere: Zusammen mit seiner Schweizer Ehefrau stampfte er eine florierende Imbisskette aus dem Boden und wurde Schweizer Bürger. Im November 2004 nahm die Karriere des «Sandwich-Millionärs» ein jähes Ende: Er wurde verhaftet, weil ihn ein 18-jähriges Model der Vergewaltigung beschuldigte. Gestern wurde der Fall vor dem Bezirksgericht verhandelt.

Der dreifache Familienvater soll die 18-Jährige mit Versprechungen aus dem Kosovo in die Schweiz gelockt haben. Nachdem das Model seine Avancen zurückgewiesen hatte, fiel der Millionär laut Anklage in einem Waldstück in Winterthur über die junge Frau her, schlug und vergewaltigte sie.

Zudem soll er eine weitere Frau vergewaltigt und eine andere sexuell genötigt haben. Der Mann habe sich immer junge Frauen aus dem Kosovo ausgesucht – in der Annahme, die Opfer würden aus Scham keine Anzeige erstatten, so der Staatsanwalt. Das Gericht sah die Vergewaltigung der 18-Jährigen als erwiesen an und verurteilte den nicht geständigen Unternehmer zu vier Jahren Zuchthaus.

Attila Szenogrady

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