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Asbest - AlarmSanierung der Berufsfachschule gestoppt

Die Fassade der Berufsfachschule in Muttenz BL sollte erneuert werden – doch das Hochbauamt stoppte die Arbeiten wegen krebserregendem Asbest.

von
Anna Luethi

Ein Gerüst bedeckt die Gewerblich-industrielle Berufsfachschule (GIBM) – doch auch ohne Verschalung wäre von blossem Auge nicht sichtbar, welche Gefahr in dem Gebäude lauert: Asbest.

Das Baselbieter Hochbauamt stellte nun die geplante Teilsanierung der Fassade ein. «Das Risiko, die Innenräume mit Asbestfasern zu belasten, wäre zu hoch gewesen», so Daniel Longerich, Leiter Projektierung und Planung. 1300 Lehrlinge besuchen die Schule – sie mussten vor den krebserregenden Fasern geschützt werden.

Dass die GIBM mit Asbest belastet ist, war schon lange bekannt. «Erst bei den Vorarbeiten konnten wir das Ausmass feststellen», sagt Longerich. In den kommenden Wochen wird das Gerüst wohl wieder abgebaut. Die Teilsanierung ist vom Tisch, es ist wohl eine Gesamtrenovation nötig.

Longerich: «Das wird eine Kostensteigerung geben.» Dem stellvertretenden Rektor Andreas Weber geht es primär um die Gesundheit. Momentan seien die gemessenen Asbest-Werte aber nur marginal. «Gesichtsmasken sind absolut nicht angesagt», so Weber. Die GIBM soll zum Schuljahresbeginn am 10. August ihren Betrieb ganz normal wieder aufnehmen.

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