Person in Gewahrsam - Sankt Galler Polizei verfolgt Verwirrten bis nach Liechtenstein
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Person in GewahrsamSankt Galler Polizei verfolgt Verwirrten bis nach Liechtenstein

Vom Kanton Sankt Gallen aus ist man schnell im Fürstentum. Das nutzte offenbar ein flüchtiger Autofahrer. Die Polizei durfte ihm dank eines Abkommens aber folgen.

von
Patrick McEvily
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Bei einem Einsatz, der in Balzers FL endete, waren mehrere Beamte der Kantonspolizei Sankt Gallen im Einsatz.

Bei einem Einsatz, der in Balzers FL endete, waren mehrere Beamte der Kantonspolizei Sankt Gallen im Einsatz.

Nils Vollmar
Beamte der Kantonspolizei St. Gallen inspizierten am Ort der Festnahme diesen blauen VW.

Beamte der Kantonspolizei St. Gallen inspizierten am Ort der Festnahme diesen blauen VW.

Nils Vollmar
Beim Einsatz ging offenbar mindestens eines der Autofenster zu Bruch.

Beim Einsatz ging offenbar mindestens eines der Autofenster zu Bruch.

Nils Vollmar

Beamte der Kantonspolizei St. Gallen beendeten einen Einsatz am Dienstagmittag in Balzers im Fürstentum Liechtenstein. Sie hatten einen Autofahrer von der A13 kommend bis über die Landesgrenze verfolgt. Das «Liechtensteiner Vaterland» (Bezahlartikel) berichtete darüber. Gemäss Angaben der Zeitung handelte es sich um ein Auto mit deutschem Kennzeichen. Die Verhaftung des Autofahrers geschah dann auf spektakuläre Art und Weise. Die Polizei bat einen Lastwagen vor Ort anzuhalten, um dem Fahrer die Fahrbahn zu verstellen und ihn zum Anhalten zu bewegen. Anschliessend hätten Beamte mit gezückten Waffen den Mann aus dem Auto gezerrt.

Vertrag regelt Grenzübertritte der Polizei

Die Liechtensteiner Landespolizei bestätigt, dass die Schweizer Kollegen den Fahrer dabei beobachteten, wie er auf der A13 Schlangenlinien fuhr. Nachdem diese versuchten, ihn anzuhalten, sei der Mann mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Vaduz gefahren. Kurz vor 14 Uhr sei der dann in Balzers angehalten worden. Weil er sich in einem verwirrten Zustand befand, wurde der Mann zwecks Abklärungen in ein Spital gebracht.

Gegenüber 20 Minuten erklärt eine Pressesprecherin, dass solche grenzüberschreitenden Einsätze durch einen Vertrag geregelt sind. Im Jahr komme es mehrere Male vor, dass die Liechtensteiner Polizei auf Schweizer Boden aktiv wird oder umgekehrt. Pascal Häderli, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, verweist auf die Schweizerische Strafprozessordnung, die es der Polizei erlaubt, beschuldigte Personen auch über die Landesgrenzen zu verfolgen, wenn völkerrechtliche Verträge vorliegen. Man informiere die Kollegen ennet der Grenze in solchen Fällen jeweils telefonisch, erklärt er in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber 20 Minuten.

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