Aktualisiert 22.07.2014 16:44

Strafen gegen Einzelpersonen

Sanktionen gegen Russen - das sagen die Leser

Die EU verhängt wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine neue Sanktionen gegen mehrere Personen. Weitere Massnahmen bleiben vorerst aus. 20 Minuten hat dazu die Leser befragt.

von
lvm

Die Europäische Union verhängt wegen des russischen Vorgehens in der Ukraine neue Sanktionen gegen mehrere Vertreter des Landes. Dabei handelt es sich um Einreiseverbote und Kontensperrungen, wie der niederländische Aussenminister Frans Timmermans am Dienstag erklärte. Er sprach von einer «kraftvollen Entscheidung» der EU.

Die Aussenminister des europäischen Staatenbündnisses hätten auch die EU-Kommission darum gebeten, schärfere Wirtschaftssanktionen vorzubereiten, sollte Moskau nicht aufhören, die Ukraine zu destabilisieren. Derartige Strafmassnahmen könnten auf den Waffen-, Energie- und Finanzsektor abzielen. Wie viele Personen von den neuen Sanktionen betroffen sind, sagte Timmermans nicht. Auch nannte er nicht ihre Namen.

«Russland ist ein grosser Player»

In einer Umfrage von 20 Minuten befürwortet die Mehrheit der Befragten Sanktionen gegen die Verantwortlichen des Flugzeugabschusses über der Ukraine. Allerdings ist noch nicht geklärt, wer die Schuld am Abschuss des malaysischen Passagierflugzeugs trägt. «Wenn es eindeutig ist, wer das gewesen ist, müssen wir auf jeden Fall etwas unternehmen», sagt ein Passant in Bern.

Trotz grosser Empörung, die der Vorfall in der Schweiz ausgelöst hat, sind sich die Befragten aber auch darüber im Klaren, dass Russland eine grosse Rolle spielt in der Welt und viel Einfluss hat. Mit den weltweit grössten Gasvorkommnissen ist Russland ein wirtschaftliches Schwergewicht:«Putin verfügt über eine riesige Macht. Ich weiss nicht, ob die Schweiz sich durch Sanktionen etwas verscherzen würde», sagt ein junger Mann.

(lvm/sda)

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