Aktualisiert 03.08.2012 06:24

Taifun «Saola» fordert Todesopfer in Taiwan

Der Sturm «Saola» fegte mit 118 Stundenkilometern durch Taiwan, tötete mindestens fünf Menschen und setzte Teile der Insel unter Wasser. Taipeh glich einer Geisterstadt.

Begleitet von starkem Regen hat der Taifun «Saola» am Donnerstag die Küste Taiwans erreicht. Mindestens fünf Menschen starben als Folge des Sturms. Vor allem im Osten des Landes standen Felder unter Wasser, zahlreiche Verkehrswege waren blockiert und die sonst geschäftige Metropole Taipeh glich einer Geisterstadt.

Die mittlere Windgeschwindigkeit lag bei 118 Stundenkilometern, in Böen wurden bis zu 155 Stundenkilometer erreicht. Die Behörden forderten Büros und Industriebetriebe im Norden des Landes zur vorübergehenden Schliessung auf. In Taipeh wurden Dutzende Flüge gestrichen.

Sturm «Saola» wütet auf den Philippinen

Das Verteidigungsministerium stellte 48 000 Soldaten zur Beseitigung möglicher Schäden ab. Meteorologen sagten für das gesamte Wochenende heftigen Regen voraus und warnten vor weiteren Überschwemmungen.

Auf den Philippinen waren zuvor wegen des Taifuns 23 Menschen ums Leben gekommen. 180 000 Personen flohen vor dem Sturm. Im Nordosten des Inselstaates traten Flüsse über die Ufer, Erdrutsche verschütteten Strassen, Windböen rissen Strommasten um.

Erste Ausläufer des Unwetters hatten die philippinischen Küsten am vergangenen Wochenende erreicht. Die Überschwemmungen gingen nur langsam zurück, berichtete die Behörde für Katastrophenschutz am Donnerstag. 2700 Häuser seien zerstört worden. Auf den Philippinen kam «Saola» auf eine Spitzengeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde.

(sda)

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