Auch hierzulande: «Sarah-Gate» sorgt für RTL-Rekord
Aktualisiert

Auch hierzulande«Sarah-Gate» sorgt für RTL-Rekord

Der Eklat im Dschungelcamp und Sarahs Abgang lassen die Einschaltquoten in die Höhen schnellen. In der Schweiz hat sich die Zahl gar verdoppelt.

von
Monika Rufener

Die aktuellen Sendungen des deutschen Dschungelcamps feiern einen Quotenrekord nach dem anderen - und ziehen auch in der Schweiz immer mehr Zuschauer in den Bann. In den vier vorhergehenden Staffeln war das noch anders.

Die Erstausgabe des Formates im Jahre 2004 schwächelte in Deutschland vor allem zu Beginn. Die zweite Ausgabe hatte mit Werten unterhalb von 30 Prozent insgesamt den geringsten Erfolg. In den letzten beiden Staffeln von «Ich bin ein Star - holt mich hier raus!» in den Jahren 2008 und 2009 verbesserte sich die Einschaltsquote enorm und übersprang erstmals die 30-Prozent-Marke.

Was allen Ausgaben des Dschungelcamps gemeinsam ist, ist das «Abstimmungsphänomen»: Sobald der Zuschauer nach einer Woche mittels Telefonvoting die Kandidaten aus dem Camp werfen konnten, stieg das Interesse des TV-Publikums. Die Finalsendung der so schwach gestarteten ersten Staffel kam beispielsweise doch noch auf einen Markanteil von sensationellen 54,1 Prozent in der Altergruppe der 14-bis 49-Jährigen. Bis heute ist dies die höchste Einschaltquote, die das Dschungelcamp bisher verzeichnen konnte.

Quoten-Queen Sarah

Sollte das «Abstimmungsphänomen» sich in den aktuellen Episoden fortsetzen, dürften die ohnehin schon sehr starke Quote noch weiter steigen. Die Premierensendung anno 2011 hat bereits den Startrekord eingestellt, dann schwächelte das Dschungel-Fernsehen aber einige Tage, bis es sich auf der Durchschnittsquote bei 40 Prozent einpendelte – was ebenfalls eine neue Höchstleistung darstellt.

Zu verdanken sind die vielen Zuschauer auch Kandidatin Sarah Knappik: Die Folge vom vergangenen Montag, in der der Streit mit dem Model eskalierte, sahen zur späten Stunde 47,5 Prozent der 14- bis 49-Jährigen. Am Folgetag verfolgten sogar 50,3 Prozent der «werberelevanten Zielgruppe» Sarahs Auszug aus dem Camp und bescherten damit RTL mal wieder neue Höchstwerte.

Schweizer Zuschauer - Tendenz steigend

In der Schweiz pendelte sich die Anzahl der Fernsehzuschauer zum Staffel-Anfang bei zehn Prozent ein. Aber auch hierzulande ist das Phänomen der steigenden Quoten in der zweiten Dschungelcamp-Woche zu beobachten: Am Wochenende schalteten knapp 20 Prozent der TV-Konsumenten nach zehn Uhr RTL ein und verdoppelten somit die Quote.

Die Zahlen aus der Schweiz sind jedoch mit jenen aus Deutschland nur indirekt vergleichbar: In Deutschland bilden die 14- bis 49-Jährigen die «werberelevante Zielgruppe», während in der Schweiz eine Quote für das Publikum zwischen 15- und 59-Jahren ausgewiesen wird.

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