Sarganser Goth-Band: Düster – aber kein Okkultismus
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Sarganser Goth-Band: Düster – aber kein Okkultismus

Die Sarganser Band The Beauty of Gemina hat Ende Januar ihre Debüt-CD veröffentlicht. Die Band macht Gothic Rock und Industrial. Sie seien zwar düster, aber nicht okkult, sagen die drei.

«Unsere Musik lässt sich am besten als eine Mischung aus Goth, Elektro und Industrial-Rock beschreiben», sagt Michael Sele, Leadsänger, Gitarrist und Songwriter der Sarganser Band The Beauty of Gemina. Ende Januar hat das Trio sein erstes Album «Diary of a Lost» veröffentlicht. Die Texte auf dem ersten Album der Goth-Band handeln unter anderem von Suizid, Missbrauch und Terrorismus: «Die meisten Songs orientieren sich an der Realität und handeln zum Teil von Erfahrungen aus dem Kollegenkreis», so Sele, der seit Jahren in der so genannten «schwarzen Szene» verkehrt.

Die Gothic-Szene sei mit vielen Klischees behaftet, sagt er: «Die meisten davon sind aber falsch.» So hätten die Goths oder Grufties nichts mit Okkultismus oder Teufelsanbetung am Hut, so Sele. Das Klischee sei wahrscheinlich durch den düsteren Kleidungsstil entstanden: «Viele können nicht verstehen, wie Goths mitten im Sommer komplett schwarz herumlaufen können», so Sele.

Am 16. März taufen The Beauty of Gemina ihre erste Platte im X-tra in Zürich. Danach gehen die Goth-Rocker in Deutschland und Holland auf Tour.

(tob)

Gonzen-Party

Während die Bandmitglieder von The Beauty of Gemina als Goth-Szenegänger in Sargans normalerweise eine kleine Minderheit sind, können sie sich kommenden Samstag unter ihresgleichen tummeln: Im Bergwerk Gonzen ist eine grosse Gothic-Party angesagt – mit Wave und Elektro-DJs. www.divusmodus.ch.

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