Aktualisiert 08.09.2009 17:02

«Grosser» SkandalSarkozy duldet nur kleine Menschen

Im Bericht eines belgischen Fernsehsenders über einen Fabrikbesuch Sarkozys erklärten mehrere Arbeiter, sie seien wegen ihrer geringen Grösse für eine Gruppe ausgewählt worden, die hinter Sarkozy auf der Bühne stehen sollte.

Was wurde nicht schon alles über den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und sein vermeintliches Problem mit der eigenen Körpergrösse berichtet. So soll er bei öffentlichen Auftritten extra hohe Schuhen getragen haben, oder es standen Erhöhungen hinter dem Podium.

Der Sender RTBF berichtet in dem Beitrag über Sarkozys Besuch am vergangenen Donnerstag in einer Fabrik in der Normandie, wo er seinen umstrittenen Plan einer «Kohlendioxid-Steuer» verteidigte. Das Presseteam des Präsidenten und die Firma suchten demnach 20 Mitarbeiter in weissen Overalls aus, die im Hintergrund der Bühne stehen sollten, auf der Sarkozy eine Rede vor 600 Mitarbeitern hielt.

Der Fernsehreporter Jean-Philippe Shaller fragt dann eine Frau in der Gruppe: «Mir wurde gesagt, sie wurden wegen ihrer Grösse ausgewählt. Stimmt das?» «Ja, ja», antwortet sie. «Sie sollten nicht grösser als der Präsident sein?» fragt der Reporter. «Das stimmt», antwortet sie und blickt nervös zur Seite.

Absurd und Grotesk

Sprecher des Präsidenten wiesen die Vorwürfe als «absurd und grotesk» zurück. Es habe keine Anweisungen aus dem Präsidentenbüro zur Grösse der Mitarbeiter auf der Bühne gegeben. Tatsächlich tritt Sarkozy häufiger vor Gruppen auf, in denen manche grösser sind als er.

Die Grösse von berühmten Staatsmännern ist in Frankreich (und nicht nur dort) schon immer wieder ein Thema gewesen, ob es nun um Napoleon oder Charles de Gaulle ging. Meist schienen die betroffenen Persönlichkeiten damit aber selbst viel mehr Probleme zu haben als die Zuschauer oder andere Betrachter. (dapd)

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