Sarkozys Beschimpfung als Web-Adresse
Aktualisiert

Sarkozys Beschimpfung als Web-Adresse

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat sich dafür entschuldigt, einen Messebesucher als «Deppen» beschimpft zu haben. Jetzt gibt es den Spruch bereits als Adresse einer Website.

«Casse-toi pauvre con!», (Geh weg, du Blödmann!) hatte Sarkozy zu einem Besucher der Landwirtschaftsmesse in Paris gesagt, weil der Mann ihm nicht die Hand geben wollte und gesagt hatte: «Berühr mich nicht, du beschmutzt mich.» Jetzt bedauert Sarkozy seine Reaktion. «Ich bin eine spontane Person, wenn man mich beschimpft, reagiere ich wie jeder Mensch, auch wenn ich Präsident bin», sagt er gegenüber «Le Parisien».

Jetzt wollen einige Trittbrettfahrer von dieser Affäre profitieren. Im Internet wurden die Domain-Namen cassetoipauvrecon.org, .com oder .tv sowie cassetoipovcon.fr und .com registriert. Die Site «cassetoipauvrecon.com» wird im Web versteigert. Dahinter steckt ein 50-jähriger Arbeitsloser. Er sieht darin eine Reaktion auf die Arbeitgeber, die ihm zu oft gesagt hätten: casse-toi (geh weg, du bist zu alt).

Schon in Polen

In Polen ist dasselbe vor fünf Jahren passiert. «Spieprzaj dziadu» hatte Präsident Lech Kaczynski damals auf der Strasse zu einem Mann gesagt, der ihn kritisierte. Was in etwas das gleiche bedeutet wie die Worte von Sarkozy. Darauf entstand die Website «spieprzadjdziadu.com», über die T-Shirts und Armbänder mit dem ominösen Satz verkauft wurden.

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