Aktualisiert

Sars-Verdachtsfall in Peking

In der chinesischen Hauptstadt Peking hat sich eine Krankenschwester möglicherweise mit der Lungenkrankheit Sars infiziert.

Die 20-Jährige sei unter Quarantäne gestellt worden und werde von Experten des Gesundheitsministeriums untersucht, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag.

Dem Bericht zufolge litt die Frau seit dem 5. April an Fieber, Husten und Zittern und wurde zwei Tage später ins Krankenhaus eingewiesen. Fünf Kontaktpersonen hätten ebenfalls Fieber und befänden sich auf einer Isolierstation. Ärzte beobachteten weitere 171 Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den chinesischen Behörden zusammen.

Im vergangenen Jahr starben weltweit 774 Menschen an Sars, dem schweren akuten Atemwegssyndrom, davon 349 auf dem chinesischen Festland. Mehr als 8.000 Menschen erkrankten. Die Infektion stürzte die asiatische Tourismusindustrie in eine Krise und führte bei Fluggesellschaften zu Umsatzrückgängen. Sars trat Ende 2002 das erste Mal in der südchinesischen Provinz Guangdong auf. (dapd)

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