SARS: Vier neue Verdachtsfälle
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SARS: Vier neue Verdachtsfälle

Dabei handelt es sich um drei TV-Journalisten aus Hongkong und um eine Kellnerin in Guangzhou, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Die Journalisten hatten über den ersten Sars-Fall in Guangzhou berichtet.

Die drei Männer wurden am Mittwoch mit Husten und Fieber in eine Isolierstation der Queen-Mary-Klinik in Hongkong gebracht. Die Journalisten seien in stabilem Zustand und würden nun auf Sars getestet, teilte die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts von Hongkong, Regina Ching, mit. Die anderen sechs Mitarbeiter des Fernsehteams zeigten keine Symptome. Die Gruppe hatte in der Südprovinz Guangdong Kliniken und Tiermärkte besucht. Dort war im November 2002 der erste Sars-Fall aufgetreten. Die Krankheit breitete sich in kurzer Zeit aus und kostete weltweit 774 Menschen das Leben. Der Sender TVB teilte mit, dass die Büroräume in Hongkong wegen des Sars-Verdachts desinfiziert worden seien.

In Guangzhou, der Hauptstadt der Provinz Guangdong, erkrankte eine 20-jährige Kellnerin. Sie war nach Medienberichten in einem Restaurant tätig, in dem auch wilde Tiere auf den Tisch kamen. Als möglicher Überträger der gefährlichen Lungenkrankheit gelten unter anderem Schleichkatzen. Die junge Frau wird seit Silvester im Krankenhaus behandelt und auf Sars untersucht. Aus ihrer engeren Umgebung wurden 48 Personen unter Quarantäne gestellt.

Der erste bestätigte Sars-Fall seit Monaten war im Dezember ebenfalls in Guangzhou aufgetreten. Der 32-jährige Fernsehproduzent wurde am Donnerstag als geheilt entlassen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. (sda)

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