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Im DrogenrauschSatanistin drückt Sohn die Augen aus

In Mexiko hat die Polizei eine Frau verhaftet, die ihrem fünfjährigen Sohn während einer satanistischen Zeremonie die Augen ausgedrückt hat. Das Kind hatte zudem Bissspuren an Ohren und Armen.

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Die Polizei wurde am Donnerstagmorgen von Anhängern einer satanistischen Gruppe alarmiert: Eine Zeremonie sei ausser Kontrolle geraten, es gebe ein schwerverletztes Kind. Die Beamten rückten sofort aus. Als sie in der Wohnsiedlung San Agustín Atlapulco im mexikanischen Nezahualcóyotl ankamen, fanden sie sieben Erwachsene und drei Kinder in einem dunklen Zimmer. Einem der Kinder, einem fünfjährigen Jungen, waren beide Augäpfel herausgerissen worden.

Die Sanitäter brachten das Kind mit dem Helikopter ins Spital. Der erste Bericht der Ärzte ist allerdings erschütternd: Die Schäden an den Augen seien erheblich - und irreversibel. Das Kind werde für immer blind sein. Die Notfallärzte entdeckten zudem Bisswunden an seinem Ohr und an seinen Armen.

Finger in die Augen gebohrt

Unterdessen versuchte die Polizei zu klären, wie es zu dieser Situation gekommen war: Die Grossmutter und ein Onkel des Fünfjährigen waren die Einzigen, die darüber Auskunft geben konnten. Laut Polizeiangaben waren die anderen anwesenden Personen «durch Drogeneinfluss» dermassen in Trance, dass sie weder über den Vorfall berichten noch dem verletzten Jungen Hilfe leisten konnten.

Nach ersten Ermittlungsergebnissen hat die Familie des Kindes zu einer «Fasten- und Gebetszeremonie» aufgerufen, da «die Welt bald untergeht». Die Mutter des Kindes habe im Laufe der Feier den anderen befohlen, die Augen zu schliessen. Sie verletzte daraufhin ihren Sohn, indem sie ihm die Finger in die Augen bohrte.

Die Polizei nahm die 23-jährige Carmen Ríos García fest. Auch ihr 25-jähriger Bruder, Jesús Ríos, wurde in Gewahrsam genommen, sagte die Polizeisprecherin Mayra Pérez gegenüber der Nachrichtenagentur EFE. Ob die Satanisten angeklagt werden, bleibt noch offen.

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