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Die FIA hat entschiedenSauber verliert Formel-1-Platz an Lotus

Die Luft wird für Peter Sauber und sein Formel-1-Team immer dünner: Die FIA hat den 13. und letzten Startplatz für die kommende Saison an das Lotus-Team vergeben - trotz ansprechender Bewerbung von Sauber. Doch noch bleibt ein Hintertürchen offen für den Hinwiler Rennstall.

von
Monika Brand

Der Automobil-Weltverband hat ein Machtwort gesprochen: Der 13. Startplatz für die nächste Formel-1-Saison geht an das Litespeed-Lotus-Team von Dany Bahar. Dieser wollte zuletzt noch gemeinsam mit Peter Sauber und Petronas das Sauber-Team retten.

BMW-Sauber habe laut FIA zwar eine eindrucksvolle Bewerbung eingereicht. Doch störte sich der Weltverband laut Blick.ch daran, dass die Investoren nicht bekannt waren. Peter Sauber habe zwar immer wieder betont, dass zwei Sponsoren da wären, die den Betrieb für drei Saisons garantieren würden, doch Namen gab er keine bekannt.

Ein Hintertürchen bleibt offen

Doch noch hat die FIA Peter Sauber die Türe nicht ganz vor der Nase zugeknallt. Ein kleiner Spalt bleibt offen: Der Weltverband hat laut der «Sportinformation» angekündigt, zugunsten des Rennstalls aus Hinwil die Anzahl der teilnehmenden Equipen auf 14 zu erhöhen. Den entsprechenden Antrag will die FIA so schnell als möglich an die bestehenden Teams stellen.

Aber auch wenn die 13. eingeschriebenen Teams dieser Massnahme nicht zustimmen, geht das Licht in Hinwil noch nicht definitiv aus. Es ist gut möglich, dass einer der 13. Rennställe noch einen Rückzieher macht und Sauber so den Startplatz erben könnte. Sollte sich keine Formel-1-Möglichkeit mehr für Sauber ergeben, würde BMW den Standort in Hinwil wohl für ein Entwicklungszentrum nutzen.

Lotus mit Unterstützung aus Malaysia

Lotus kann bei seinem Wiedereinstieg in die Formel 1 auf Support aus Malaysia zählen. Unterstützt wird der Rennstall von einem Konsortium, bestehend aus mehreren Unternehmen, und der malaysischen Regierung. Als Teamchef wird Tony Fernandes amten. Fernandes gründete in Malaysia die Firma Tune Air, zu der unter anderem die Billig-Fluglinie Air Asia zählt.

Letztmals war Lotus 1994 in der Formel 1 vertreten. Zwischen 1960 und 1987 feierte das Team insgesamt 79 Siege und gehört damit zu den erfolgreichsten Teilnehmern. In Lotus-Autos wurden Jim Clark (1963 und 1965), Graham Hill (1968), Jochen Rindt (1970), Emerson Fittipaldi (1972) und Mario Andretti (1978) Weltmeister.

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