Saufpartys: Auch in Zürich soll bald damit Schluss sein
Aktualisiert

Saufpartys: Auch in Zürich soll bald damit Schluss sein

Gratis-Sauf-Partys sollen auch in Zürich verboten werden, fordert Kantonsrat Peter Ritschard von der EVP.

von
David Torcasso

Freitagabend, kurz vor Mitternacht: Die meisten jungen Gäste im Club sind bereits sturzbetrunken. Ganz nach dem Motto: Eintritt zahlen und gratis Alkohol bechern – bis zum Umfallen. Im Kanton Bern ist ab 1. Juli Schluss mit solchen Flatrate- und All-you-can-drink-Partys: Die Abgabe von Alkohol umsonst oder zu einem festen Preis ohne Berücksichtigung der Menge soll auch in Zürich verboten werden.

Kantonsrat Peter Ritschard (EVP) will einen entsprechenden Vorstoss einreichen. «Solche Partys sind ein Freipass für alkoholische Exzesse», begründet er sein Vorhaben. Verheerend sei auch, dass solche Anlässe vorwiegend auf dem Land oder in der Agglomeration stattfinden, wo man nur mit dem Auto hingelange.

Tatsächlich finden sich auf Kantonsgbiet zahlreiche Tanzlokale, die mit «Free Drinks» Gäste anlocken wollen: Der Beach Club in Hinwil beispielsweise preist an: Für 25 Franken gibts Bier, Wein und Prosecco – «so viel du magst». Auch beim Trend Club in Winterthur heisst es: «Bezahle 15 Franken und konsumiere Getränke im Wert von 30 oder 50 Franken.» Henrik Viertel von der Suchtprävention Blaues Kreuz begrüsst den Vorstoss für eine Änderung des Gastgewerbegesetzes: «Für minimalen Geldeinsatz maximal Trinken ist für viele Junge attraktiv. Diese gefährliche Entwicklung muss gestoppt werden», sagt er.

Deine Meinung