Saurer will eigenen Wert prüfen
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Saurer will eigenen Wert prüfen

Dem Saurer-Verwaltungsrat genügt das Übernahmeangebot der in Oerlikon umfirmierten Unaxis auch nach der Aufbesserung offensichlich noch nicht. Das Gremium will das effektive Wertpotenzial von Saurer nun extern überprüfen lassen.

Der Verwaltungsrat sei zuversichtlich, dass die Übernahmekommission eine Anpassung des Übernahmeangebotes von Oerlikon verlangen werde. Dies teilte Saurer am Freitag in der ersten Stellungnahme des Verwaltungsrates zur Kaufofferte mit.

Bei den Abklärungen gehe es um rechtliche Anpassungen, ob es sich um ein Pflichtangebot oder ein freiwilliges Angebot handle, und um den Wert der Firma, sagte eine Saurer-Sprecherin auf Anfrage. Details wollte sie keine nennen.

Definitive Empfehlung kommt erst

Einen Entscheid zum Angebot habe der Verwaltungsrat noch nicht gefällt. Die Sprecherin äusserte sich daher nicht dazu, ober der Verwaltungsrat das vorliegende Angebot für angemessen halte, oder ob er eine Erhöhung verlange.

Eine definitive Stellungnahme an die Saurer-Aktionäre werde nach Abschluss der laufenden Prüfung der Übernahmekommission und nach der Veröffentlichung des Angebotsprospektes durch Oerlikon gegeben. Saurer rechnet damit, dass Oerlikon aufgrund der vorgegebenen Fristen ihren Angebotsprospekt in knapp fünf Wochen veröffentlicht.

Am vergangenen Wochenende hatte Oerlikon das Angebot an die Saurer-Aktionäre von 93.42 auf 110 Fr. pro Aktie aufgebessert. Das ist ein Aufschlag von 17,7 Prozent. Der Schlusskurs vom Freitag lag indes bei 115.00 Franken.

Oerlikon kontrolliert nach der Übernahme des Saurer-Pakets des britischen Hedge-Fonds Laxey und dem Erwerb von Optionen bereits gut 50 Prozent an Saurer. Zu den strategischen Plänen mit Saurer blieb Oerlikon mager. Analysten sehen kaum Synergiepotenzial zwischen dem Technologiekonzern und dem Arboner Autozulieferer und Textilmaschinenhersteller Saurer. (sda)

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