Saurier- Massengrab im Aargau entdeckt
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Saurier- Massengrab im Aargau entdeckt

Da machte ein Hobby-Paläontologe einen Riesenfund: Am Frickberg in der Aargauer Gemeinde Frick entdeckte er in einer Baugrube rund 300 Knochen eines Plateosauriers sowie die Vorderextremitäten eines zweiten Tieres.

Für die Wissenschaft sei der Fund sehr bedeutungsvoll, sagte Monica Rümbeli auf Anfrage. Die Leiterin des Sauriermuseums Frick bestätigte am Mittwoch Medienberichte, wonach die Knochen des Plateosauriers dem Hobby-Paläontologen Roland Ottinger aus Tegerfelden in einer Baugrube aufgefallen waren.

Grabungen unter der Leitung des Saurierforschers Ben Pabst vom Sauriermuseum Aathal im Zürcher Oberland hätten nun ergeben, dass Ottinger auf ein urzeitliches Massengrab gestossen sei. Nach Pabst handelt es sich dabei um die grösste Saurierfundstelle in Europa. Durchschnittlich alle zehn Meter stecke ein Saurier im Boden.

Die Wissenschafter gehen davon aus, dass die Plateosaurier, die vor über 230 Millionen Jahren in Herden durch das Flussdelta des Fricktals zogen, vereinzelt in den Sümpfen stecken blieben und verendet sind. Die Knochenfunde am Frickberg machten das damalige Drama nun langsam sichtbar.

Bei einer weiteren Grabung in der «Gruhalde» bei den Tonwerken Frick wurden zudem in den letzten Wochen Teile des bisher grössten in Frick je entdeckten Pleteosauriers freigelegt. Mit rund acht Metern Länge ist das Tier um rund einen Drittel grösser als die bisher gefundenen Saurier.

An der geplanten Grabung beteiligt waren auch die Universität Bonn und das «Museum Naturalis» im holländischen Leiden. Einer der beiden Funde werde voraussichtlich dem Museum als Leihgabe überlassen, sagte Rümbeli. Endgültig darüber befinden werde die Saurierkommission. (sda)

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