Andermatt-Sedrun: Sawiris investiert auch in Skigebiet
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Andermatt-SedrunSawiris investiert auch in Skigebiet

Zusammen mit schwedischen Investoren will Samih Sawiris auch ins Skigebiet Andermatt-Sedrun einsteigen. 140 Millionen Franken sollen fliessen. Kritik kommt unter anderem vom Alpen-Club.

Der Strahlemann Samih Sawiris wird auch ins Andermatter Skigebiet investieren.

Der Strahlemann Samih Sawiris wird auch ins Andermatter Skigebiet investieren.

Die Swiss Alps AG, eine Tochter von Sawiris' Orascom Development Holding, und die schwedische Skigebiet-Betreiberin SkiStar hätten eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Ziel der Vereinbarung seien «Verhandlungen über eine zukünftige Beteiligung und über die Entwicklung der Skigebiete Andermatt - Sedrun».

Geplant sind Investitionen von rund 140,8 Mio. Franken in die Modernisierung und Verbindung der beiden Skigebiete. Vor Beginn der Entwicklungsarbeiten müssen laut der Mitteilung Vereinbarungen mit den bestehenden Aktionären, Gläubigern, den Kantonen Graubünden und Uri sowie mit dem Bund über die jeweiligen Beiträge zu den geplanten Investitionen getroffen werden.

Grosse Pläne

Sawiris baut in Andermatt ein riesiges Ferienresort mit Ferienhäusern, Hotels, Villen und zwei Golfplätzen. Parallel zum Bau dieses Feriendorfs wollen die Kantone Uri und Graubünden in der Region Urserental-Oberalp-Sedrun auch die Skigebiete erweitern. Sie haben dazu Ende April das Richtplanverfahren eröffnet.

Geplant sind nicht weniger als 18 Skilifte und Gondelbahnen sowie Skipisten, Beschneiungsanlagen, Restaurants und weitere Infrastrukturmassnahmen. Der grösste, 16 Anlagen umfassende Teil des Ausbaus findet auf Urner Boden statt. Als Investorin war bereits zuvor SkiStar im Gespräch.

Kritik am «Ausbau auf Vorrat»

Der Präsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen, Ex-FDP-Präsident Franz Steinegger, wehrt sich gegen diesen «Ausbau auf Vorrat». Er will «etappenweise analog zur Nachfrage investieren», sagte er in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». (s. Box rechts)

Die Bevölkerung kann zur Richtplan-Anpassung bis zum 26. Mai Stellung beziehen. Die ersten neuen Skianlagen sollen schon Ende 2013 den Betrieb aufnehmen können.

Kritik am Projekt kommt vom Schweizer Alpen-Club (SAC) und von Umweltverbänden. Die vorliegenden Pläne würden den gesetzlichen Anforderungen noch nicht genügen. (sda)

Steinegger ist gegen «Ausbau auf Vorrat»

Der Präsident der Andermatt Gotthard Sportbahnen, ex-FDP-Präsident Franz Steinegger, wehrt sich gegen einen «Ausbau auf Vorrat» des Skigebiets in Andermatt. Er will «etappenweise analog zur Nachfrage investieren», sagte er in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Mit dem geplanten Ausbau des Skigebiets in der Region Urserental- Oberalp-Sedrun für rund 200 Mio. Franken auf einen Schlag, seien sehr wahrscheinlich in den ersten fünf bis zehn Jahren Defizite programmiert, sagte Steinegger. Diese müssten am Schluss die öffentliche Hand zahlen, oder sie würden zur Zahlungsunfähigkeit führen, ist er überzeugt.

«Mit der Realisierung des Sawiris-Resorts kommen 2013/2014 rund 1000 Betten dazu. Um die Kapazitäten bei den Bahnen entsprechend zu erhöhen, braucht es vorerst 25 bis 30 Millionen Franken», sagte der Urner.

Geplant sind 18 Skilifte und Gondelbahnen sowie Skipisten, Beschneiungsanlagen und Restaurants. Als Investorin ist die schwedische Skigebiet-Betreiberin Skistar im Gespräch. Die Kantone Uri und Graubünden haben zum Ausbau Ende April das Richtplanverfahren eröffnet.

Die Bevölkerung kann zur Richtplan-Anpassung bis am 26. Mai Stellung beziehen. Die ersten neuen Skianlagen sollen schon Ende 2013 den Betrieb aufnehmen können. (sda)

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