Aktualisiert 08.12.2008 14:47

Abholgebühr verdoppeltSBB bestrafen Vergessliche

Zerstreute Reisende müssen ab dem 14. Dezember tiefer in die Tasche greifen, wenn sie im Zug etwas liegen gelassen haben: Die SBB verdoppeln die Abholgebühr für Fundgegestände auf 20 Franken.

Als Grund geben die SBB die hohen Kosten an, die für den Betrieb des Fundbüros anfallen. Diese seien bisher nicht gedeckt gewesen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Die Fundgegenstände aufzubewahren, ihre Zuordnung und Rückvermittlung oder Verwertung sei mit grossem logistischem Aufwand verbunden.

88 000 Gegenstände blieben letztes Jahr in den Zügen liegen, dieses Jahr werden es gegen 100 000 sein, heisst es weiter. Das sind täglich über 250 Gegenstände. Fast die Hälfte der verlorenen Sachen könnten ihren Besitzern zurückgegeben werden.

Besitzer von Halbtax- oder Jahresstreckenabos bezahlen wie bisher den halben Preis - neu 10 statt 5 Franken -, Kunden mit Generalabonnement zahlen neu 5 Franken. Verlustanzeigen seien aber weiterhin gratis.

(sda)

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