SBB Cargo: Das Tessin plant den Aufstand
Aktualisiert

SBB Cargo: Das Tessin plant den Aufstand

Unter den Tessiner Politikern mehren sich die Stimmen, die mit Gegenmassnahmen auf die Abbaupläne der SBB reagieren wollen. Die Rede ist von Blockaden der Bahnlinie, einem Arbeitsstopp auf den NEAT-Baustellen sowie einer Steuerrevolte.

«Wenn in den nächsten Tagen die Bahnlinie gesperrt werden muss, dann stehen wir bereit», heisst es in der jüngsten Ausgabe der Lega-Zeitung «Il Mattino». Der Titel des Artikels spricht Bände: «Jetzt braucht es einen Kraftakt gegen die SBB-Vögte!»

Ins selbe Horn stösst SP-Grossrat Bill Arigoni, der in einer Medienmitteilung die Blockade von Bahnhöfen oder der Autobahn fordert, «damit die übrige Schweiz von Lastwagen verstopft wird».

FDP-Grossrat Corrado Solcà wiederum verlangt in einer kleinen parlamentarischen Anfrage: «Stellen wir doch die Tunnelbohrmaschinen am Monte Ceneri ab!»

Sollte SBB-Chef Andreas Meyer «trotzdem nicht verstehen, aus welchem Holz wir Tessiner geschnitzt sind», dann «gehen wir zu einer Steuerrevolte über», schrieb Lega-Präsident Giuliano Bignasca.

Er würde Bern am liebsten weder Steuern auf den Treibstoff noch auf die Gewinne der Kasinos abliefern. Alles in allem würden aus dem Südkanton jährlich über 2 Milliarden Franken in die Bundeskasse fliessen.

(sda)

SBB dementiert Wiederaufnahme der Gespräche

Die SBB dementiert die Wiederaufnahme der Gespräche im Arbeitskonflikt um SBB Cargo. Anders als von SEV-Sprecher Peter Moor angekündigt finden am Montagabend keine Verhandlungen in Zürich statt, wie SBB-Sprecher Roland Binz sagte.

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