SBB Cargo: Restrukturierungsplan für Freiburg sistiert
Aktualisiert

SBB Cargo: Restrukturierungsplan für Freiburg sistiert

Die Umsetzung der für den Standort Freiburg geplanten Restrukturierungsmassnahmen bei SBB Cargo wird vorerst ausgesetzt. Dies hat Bundesrat Moritz Leuenberger der Freiburger Kantonsregierung bestätigt.

Die Umsetzung der geplanten Massnahmen sei bis zum Ende der Gespräche zwischen der SBB-Spitze, den Gewerkschaften und den Freiburger Behörden aufs Eis gelegt. Für die kommenden Tage seien verschiedene Gespräche geplant, schreibt die Freiburger Regierung am Dienstag in einer Mitteilung.

Zum einen sollen die Freiburger Behörden detaillierte Informationen über die Gründe der geplanten Restrukturierung und die für die SBB enstehenden Vorteile bei der Schliessung des Freiburger Kunden-Service-Centers erhalten.

Auf der anderen Seite soll die Regierung während dieser Zeit neue Vorschläge ausarbeiten können. Die Freiburger Regierung zeigte sich vom neusten Entscheid «erleichtert». Sie hoffe, dass diese neue Verhandlungsrunde dazu führe, dass die Arbeitsplätze in Freiburg erhalten werden könnten.

Basis für weitere Gespräche

Die SBB habe schon vor einiger Zeit bekannt gegeben, dass sie die Sanierungsmassnahmen für den Standort Freiburg sistiert habe, sagte SBB-Sprecher Reto Kormann. Dies sei der Freiburger Regierung jetzt von Bundesrat Leuenberger offiziell bestätigt worden. Die Sistierung bilde die Basis für die im April geplanten Gespräche.

In Freiburg sollen mit der Schliessung des Service-Centers 50 Arbeitsplätze abgebaut und 115 nach Basel verlegt werden. Die Angestellten und lokale Politiker werfen der SBB vor, mit anderen Ellen zu messen als in Bellinzona. Für Donnerstag haben sie zu einer weiteren Demonstration aufgerufen.

(sda)

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