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SBB fordern Staatshilfe für die Pensionskassen- Löcher

Der Jahresgewinn der SBB wurde wegen Rückstellungen für die Pensionskasse deutlich gedrückt. Die Bahnen fordern Garantien vom Bund.

Die Details der Jahresrechnung 2004 der SBB hielt gestern nur noch eine Überraschung bereit: die Höhe der Rückstellungen für die Pensionskasse. Der Konzerngewinn wurde deswegen im letzten Jahr um 150 Millionen auf 43 Millionen Franken gedrückt.

Die Löcher in der Vorsorgeeinrichtung werden für die SBB immer bedrohlicher. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Deckungslücke in der SBB-Vorsorgeeinrichtung um weitere 200 Millionen auf 2,3 Milliarden Franken.

Die Unterdeckung sei ein existenzielles Problem für die SBB, gestand denn auch Konzernchef Benedikt Weibel und forderte Garantien vom Bund. Eine Alternative zu staatlichen Zuschüssen gebe es nicht.

SBB-Chef Weibel fordert, dass der Bund die Altrenten garantiert, während die SBB-Pensionskasse für die Neurentner aufkommt. Über die Hälfte der Versicherten sind bereits pensioniert.

(dapd)

Facelifting für Regio-Züge

Die SBB renovieren die bis zu 20 Jahre alten Regionalzüge für rund 200 Millionen Franken. Die Waggons erhalten einen neuen Anstrich, Klimaanlagen, Überwachungskameras, Informationsbildschirme und Stauräume.

Die Revision einiger im nationalen Verkehr eingesetzten Züge, der so genannten Einheitswagen IV, wird dafür zurückgestellt. Offen ist auch die weitere Verwendung der 13 Panorama-Wagen, die extrem teuer im Unterhalt seien.

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