Generalabonnement: SBB fordert von Kundin 0.00 Franken
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GeneralabonnementSBB fordert von Kundin 0.00 Franken

Eine Leserin wurde von der SBB gemahnt: Sie habe noch eine offene Rechnung. Der geforderte Betrag war allerdings nicht der Rede wert.

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nzy
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Für ihr Junioren-Generalabonnement bezahlt J. L. monatlich 245 Franken auf das Konto der SBB ein. Trotzdem hat sie eine Zahlungserinnerung der SBB erhalten.

Für ihr Junioren-Generalabonnement bezahlt J. L. monatlich 245 Franken auf das Konto der SBB ein. Trotzdem hat sie eine Zahlungserinnerung der SBB erhalten.

Quelle: Privat
«Vielleicht haben Sie übersehen, dass Sie den Betrag von CHF 0.00 noch nicht bezahlt haben», steht im Schreiben.

«Vielleicht haben Sie übersehen, dass Sie den Betrag von CHF 0.00 noch nicht bezahlt haben», steht im Schreiben.

Keystone/Gaetan Bally
J. L. findet es witzig, dass sie einen Einzahlungsschein erhalten hat. Trotzdem sagt sie: «Ich finde es komisch, dass mir die SBB mit einem Einzahlungsschein 0 Franken verrechnet und dafür sinnlos Papier vergeudet.»

J. L. findet es witzig, dass sie einen Einzahlungsschein erhalten hat. Trotzdem sagt sie: «Ich finde es komisch, dass mir die SBB mit einem Einzahlungsschein 0 Franken verrechnet und dafür sinnlos Papier vergeudet.»

Keystone/urs Flueeler

Für ihr Junioren-Generalabonnement bezahlt J. L.* jeden Monat 245 Franken auf das Konto der SBB ein. Trotzdem kriegte sie im Oktober eine Zahlungserinnerung der SBB. «Vielleicht haben Sie übersehen, dass Sie den Betrag von CHF 0.00 noch nicht bezahlt haben», steht im Schreiben. Angefügt ist ein Einzahlungsschein für einen Betrag von 0 Franken. Die SBB bedankt sich dafür, «dass Sie die Rechnung bis zum 8. Oktober mit dem beiliegenden Einzahlungsschein bezahlen».

J. L. findet es witzig, dass sie einen Einzahlungsschein erhalten hat. «Ich finde es aber komisch, dass mir die SBB mit einem Einzahlungsschein 0 Franken verrechnet und dafür sinnlos Papier vergeudet», sagt sie.

Handvoll solcher Sonderfälle

Dass dabei Altpapier produziert werde, sei der SBB bewusst, wie Sprecher Reto Schärli sagt. «Uns sind eine Handvoll solcher Sonderfälle bekannt.» Die Kundin habe die Rechnung zu spät beglichen. «In diesem Fall war der Druckauftrag für eine Zahlungserinnerung bereits ausgelöst, als die Zahlung der Kundin automatisch verbucht wurde», erklärt Schärli. Die SBB versuche nun, das System zu optimieren, um solche Zahlungsaufforderungen zu verunmöglichen. «Die Rechnung kann selbstverständlich umgehend entsorgt werden», sagt Schärli.

Eine ähnliche Rechnung erhielt eine Leserin vor wenigen Wochen bereits vom Mobilfunk-Anbieter Salt. Der drohte wegen der offenen Schuld von 0 Franken gar mit der Betreibung. Salt bezeichnete den Brief damals als «Systemfehler».

*Name der Redaktion bekannt

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