SBB-Medienkonferenz: SBB kämpft gegen Sprayer und verspätete Züge
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SBB-MedienkonferenzSBB kämpft gegen Sprayer und verspätete Züge

Die SBB hat mehr Passagiere befördert: 1,25 Millionen Menschen pro Tag nutzten 2018 ihre Züge. Die Pünktlichkeit sank. Verfolgen Sie die Pressekonferenz live.

von
bz
Andreas Meyer an der Bilanzmedienkonferenz der SBB zum Jahr 2018.

Andreas Meyer an der Bilanzmedienkonferenz der SBB zum Jahr 2018.

Keystone/Peter Klaunzer

Die SBB kämpft mit der Pünktlichkeit: Im Vergleich zum Vorjahr ist sie 2018 gesunken – auf 90,1 Prozent. Das ist nur ein leichter Rückgang, doch gegen Ende Jahr verschärfte sich die Situation: «In einzelnen Regionen und im vierten Quartal war die Pünktlichkeit unbefriedigend», schreibt die Bahn in einer Mitteilung zu ihrer Bilanzmedienkonferenz. Das beziehe sich auf die Romandie und das Tessin und stark ausgelastete Strecken wie Bern-Zürich.

Die Gründe dafür sind vielfältig: Einerseits sei so viel Unterhalt gemacht worden wie noch nie. Das habe zahlreiche Streckensperrungen mit sich gebracht. Andererseits mache das Fehlen der verspäteten Fernverkehrs-Doppelstockzüge es notwendig, älteres Rollmaterial länger und intensiver einzusetzen. Hinzu seien unterschiedliche technische Störungen, Verspätungen aus dem Ausland und Personenunfälle gekommen. Als pünktlich gilt ein Zug, wenn er mit weniger als drei Minuten Verspätung eintrifft. Zugausfälle werden nicht erfasst.

1,25 Millionen Passagiere pro Tag

Die SBB beförderte 2018 mit 1,25 Millionen Passagieren pro Tag 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Konzernergebnis stieg um 169 auf 568 Millionen Franken. Der Kostendeckungsgrad im abgeltungsberechtigten Regionalverkehr stieg auf 61,8 Prozent. Mittlerweile kaufen 87,9 Prozent ihr Ticket selbst. Der Absatz an Schaltern und Automaten sank, während die Verkäufe in der App und über die Website um 37 Prozent zunahmen. Insgesamt verkaufte die SBB 2018 107 Millionen Billette.

Im nächsten Jahr will die SBB Sparbillette für mehr als 100 Millionen Franken anbieten. Zudem seien Gutscheine und Gutschriften für Abo-Kunden und Verbessserungen im Catering, bei der Kundeninformation und der Reinigung geplant.

Geärgert hat sich die Bahn über die Graffiti-Schäden: Die Schäden wegen Vandalismus haben im letzten Jahr auf 5,8 Millionen Franken zugenommen. Die Zahl der Graffitifälle stieg um 29 Prozent.

Lesen Sie die Pressekonferenz der SBB im Live-Ticker nach:

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