Aktualisiert 14.04.2019 07:13

Unterschiedliche TarifsystemeSBB-Kunden zahlen via App meist mehr fürs Billett

Trotz gleicher Route und Verkehrsmittel blättern Reisende mit mehreren Billetts oftmals weniger hin als solche, die ein Billett für die ganze Strecke haben.

von
roy
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Tickets, die per App oder am Automaten gelöst werden, können unter Umständen mehr kosten.

Tickets, die per App oder am Automaten gelöst werden, können unter Umständen mehr kosten.

Keystone/Christian Beutler
Wer einfach Abfahrts- und Zielort eintippe, den kostet die Fahrt mit Bahn und Bus bis zu einem Drittel mehr.

Wer einfach Abfahrts- und Zielort eintippe, den kostet die Fahrt mit Bahn und Bus bis zu einem Drittel mehr.

Keystone/Christian Beutler
Wer sparen will, muss sich etwas mehr Zeit nehmen.

Wer sparen will, muss sich etwas mehr Zeit nehmen.

Keystone/Christian Beutler

Wer blindlings der App von den SBB oder dem Billettautomaten am Bahnhof vertraut, bezahlt laut dem «SonntagsBlick» für die Reise unter Umständen deutlich mehr. Das hätten Recherchen ergeben. Wer einfach Abfahrts- und Zielort eintippe, den koste die Fahrt mit Bahn und Bus bis zu einem Drittel mehr als jene, die sich beim Ticketkauf etwas mehr Zeit liessen. Machten Kunden bei längeren Reise zwei separate Buchungen koste die Reise unter Umständen weniger – trotz gleicher Route und gleicher Verkehrsmittel.

Die SBB wollten dazu keine Stellung nehmen und verwiesen an CH-direct, den nationalen Tarifverbund des öffentlichen Verkehrs. Dieser begründe das Problem damit, dass es in der Schweiz zwei unterschiedliche Tarifarten gebe. Im nationalen direkten Verkehr würden die Streckenpreise auf Kilometerbasis berechnet. In regionalen Verbünden werde das Gebiet in Zonen unterteilt und man fährt innerhalb einer Zone unabhängig von der Distanz zum selben Preis. Diese unterschiedlichen Tarifsysteme bewirkten je nach Strecke solche Preisunterschiede. (roy/sda)

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