SBB macht Ernst mit Video-Überwachung
Aktualisiert

SBB macht Ernst mit Video-Überwachung

In den kommenden Wochen beginnt die SBB mit der Ausrüstung von 225 Wagen von Regionalzügen in der Romandie.

Dafür sind in diesem Jahr rund 9 Millionen Franken budgetiert.

Längerfristig will die SBB Kameras auf allen kritischen Regionalverkehrslinien installieren. Entscheide dazu seien aber noch nicht gefallen, sagte SBB-Sprecher Roland Binz am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Mit der Video-Überwachung in den Regionalzügen knüpft die Bahn an den Erfolg eines Pilotversuchs in der Westschweiz an. Die Fälle von Vandalismus gingen in den mit Kameras ausgerüsteten Wagen um rund 80 Prozent zurück. «Die Chance ist einfach zu gross, erwischt zu werden», sagte Binz.

Seit Anfang 2004 ist nun auch die so genannte «Videoüberwachungsverordnung» in Kraft. Diese ermächtigt die SBB zu zur Einrichtung von Kameras, legt aber auch die Schranken der Überwachung und die Regeln für den Umgang mit den Aufzeichnung fest.

Notrufsäulen und Zugbegleiter

Die SBB vertraut nicht allein auf Videokameras. Diese könnten nur zusammen mit anderen Massnahmen erfolgreich sein, sagte Binz. Dazu gehöre etwa die Aufstockung der Bahnpolizei, Zugbegleitung und Notrufsäulen.

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche städtische und regionale Verkehrsbetriebe die Überwachung ihrer Verkehrsmittel mit Kameras aufgenommen.

Auch RBS und BLS installieren Kameras

Seit einer Woche sind in einem Bus des Regionalverkehrs Bern- Solothurn (RBS) versuchsweise zwei Videokameras installiert. Der mit den Kameras ausgerüstete Bus verkehrt wechselweise auf verschiedenen RBS-Linien, wie Sprecherin Sonja Stiegelbauer eine Meldung der Tageszeitung «Der Bund» bestätigte.

Und die BLS Lötschbergbahn überwacht seit Anfang Jahr eine unter anderem von Abfall-Touristen häufig missbrauchte Station in Bern mit einem elektronischen Auge.

(sda)

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