Millionen-Meyer: SBB-Meyers Lohn wird überprüft
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Millionen-MeyerSBB-Meyers Lohn wird überprüft

Das Gehalt von SBB-Chef Andreas Meyer soll unter die Lupe genommen werden. Meyer verdiente im 2008 rund 1,1 Millionen Franken.

Das UVEK erachtet die Lohnsteigerung 2008 als überprüfenswert, wie es im Bericht zum jüngsten Kaderlohnreport der bundeseigenen Unternehmen und Anstalten heisst. Im Allgemeinen beurteilte der Bundesrat die Löhne als angemessen.

SBB-Chef Meyer hatte auf Anfang 2008 eine Fixlohnerhöhung von 40 000 Franken auf 540 000 Franken erhalten. Zudem fielen auch die Boni mit rund 260 000 Franken höher aus als im Vorjahr. Die dadurch entstandene Lohnsteigerung erachtet das zuständige Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) als «überprüfenswert», wie es in dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht heisst. Gleichzeitig wird festgehalten, dass der neue Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi eine Überarbeitung der Lohnreglemente für die Geschäftsleitungsmitglieder eingeleitet habe. Ziel sei es, Lohnsteigerungen generell zurückhaltend zu handhaben. Insgesamt verdiente Meyer inklusive Bonifikationen und weiteren Sonderzahlungen knapp 1,1 Millionen Franken. Die Gesamtsumme lag damit zwar leicht unter derjenigen des Vorjahrs - damals bestand die Entlöhung aber zu einem grossen Teil aus einmaligen Sonderzahlungen.

Neben Meyer gehörten innerhalb der bundeseigenen Unternehmen und Anstalten auch 2008 vor allem Post-Chef Gygi mit gesamthaft 830 000 Franken sowie Toni Wicki, Chef des Technologie- und Rüstungskonzerns Ruag, mit 690 000 Franken zu den Grossverdienern. Für Wicki war dies allerdings ein Rückgang um 77.000 Franken, während sich Gygi 12 000 Franken mehr gutschreiben lassen konnte. SRG-Direktor Armin Walpen, der am Dienstag seinen Rücktritt auf Ende 2010 bekannt gegeben hatte, erhielt insgesamt rund 550 000 Franken. Leicht darunter lag SUVA-Chef Ulrich Fricker mit 540 000 Franken. (dapd)

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