Aktualisiert 03.11.2014 17:24

MarkenstreitSBB nennt ihren «Expressbus» um

Die SBB entfernte den Ausdruck «Expressbus» aus ihrem Fahrplan. Die gleichnamige Firma sah ihr Recht an der Marke verletzt.

Der Fernbus-Markt ist hart umkämpft. Nicht nur die SBB fahren von Zürich aus nach München.

Der Fernbus-Markt ist hart umkämpft. Nicht nur die SBB fahren von Zürich aus nach München.

Die SBB ist mit ihrer Busverbindung von Zürich nach München unter dem Titel «Expressbus» im Fahrplan mit einem gleichnamigen Anbieter von Fernverkehrsbussen in einen Streit geraten. Jetzt haben die Bundesbahnen ihren Linienbus in «Intercity-Bus» umbenannt. SBB-Mediensprecher Reto Schärli bestätigte am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA Informationen des «Blicks».

Die SBB bot seit Dezember 2013 eine knapp vierstündige Busverbindung von Zürich nach München unter dem Namen «Expressbus» im Fahrplan an. Dagegen setzte sich das gleichnamige private Schweizer Unternehmen mit einem Anwalt zur Wehr. Es sah das Recht an einer Marke verletzt. Expressbus bietet ebenfalls eine tägliche Fernverkehrsverbindung aus der Schweiz nach München an.

Verbindung nie als «Expressbus» vermarktet

Die SBB führt ihren Fernverkehrsbus zusammen mit der Deutschen Bahn. Dabei sei dieser nie unter dem Namen «Expressbus» vermarktet worden oder so angeschrieben gewesen, sagte der SBB-Sprecher. Die Bezeichnung sei lediglich in der Fahrplaninformation aufgetaucht. Diese sei auf die Intervention hin bereits Ende Juli 2014 geändert worden.

Expressbus ist ein Schweizer Unternehmen mit Sitz in Weggis LU, das international Linienbusse von der Schweiz zu 300 Zielen vor allem in Süd-, Ost- und Südosteuropa einsetzt. Dabei arbeitet es streckenweise mit Partnerunternehmen zusammen. (sda)

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