Klassen- oder Streckenwechsel: SBB-Reisende können im Zug bald mit Twint zahlen
Publiziert

Klassen- oder StreckenwechselSBB-Reisende können im Zug bald mit Twint zahlen

Twint boomt in der Schweiz. Auch die SBB setzen künftig vermehrt auf die Schweizer Bezahlapp. Ab Mitte 2021 können Passagiere mehr Dienstleistungen direkt im Zug mit Twint begleichen.

von
Dominic Benz
1 / 8
Die Schweizer Bezahlapp Twint ist beliebt. 

Die Schweizer Bezahlapp Twint ist beliebt.

Twint
Nun erweitert die SBB das Angebot für Zahlungen mit Twint. 

Nun erweitert die SBB das Angebot für Zahlungen mit Twint.

Getty Images/iStockphoto
Ab Mitte des Jahres können Passiere dann neu einen Klassen- oder Streckenwechsel direkt im Zug zahlen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Ab Mitte des Jahres können Passiere dann neu einen Klassen- oder Streckenwechsel direkt im Zug zahlen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Andrea Zahler / Tamedia AG

Darum gehts

  • Die SBB führt Neuerungen für Twint ein.

  • Ab Mitte Jahr können Zug-Reisende einen Klassen- oder Streckenwechsel mit der Bezahlapp begleichen.

  • Dafür muss die SBB neue Geräte für die Mitarbeiter beschafffen.

  • Bussen können jedoch weiterhin nicht mit Twint bezahlt werden.

Die SBB setzt künftig verstärkt auf die Schweizer Bezahlapp Twint. Ab Mitte des Jahres können Passiere dann neu einen Klassen- oder Streckenwechsel direkt im Zug zahlen, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Wer sein Abo vergisst, kann die allfällige Strafgebühr von 5 Franken ebenfalls per Twint begleichen.

Die neuen Twint-Möglichkeiten bei der SBB bedingen allerdings neue Geräte für das Bahnpersonal. «Wir ersetzen die bestehenden Bezahlterminals der Kundenbegleiterinnen und -begleiter voraussichtlich Mitte 2021 durch eine neue Gerätegeneration, die Twint unterstützt», teilt die SBB der Zeitung mit.

Bussen nicht via Twint

Twint ist für die SBB kein Neuland. Bisher konnten Reisende die Bezahlfunktion auf der SBB Mobile App, auf der Webseite, am Ticketautomaten sowie am Schalter für fast alle Produkte und Dienstleistungen nutzen. Mit den kommenden Neuerungen schliesst die SBB eine Lücke für Twint. Die App ist in der Schweiz beliebt und steht in direkter Konkurrenz mit Apple Pay und Samsung Pay (siehe Box).

Bussen hingegen können auch weiterhin nicht mit Twint beglichen werden. «Können Kundinnen und Kunden keinen oder nur einen teilweise gültigen Fahrausweis vorweisen, erhalten sie wie bis anhin für den Zuschlag eine Rechnung mit einem Einzahlungsschein», so die SBB weiter. Zahlen müsse man dann via Bank- oder Postüberweisung.

Beliebte Bezahl-App

An der Kasse, im Online-Shop oder unter Freunden: Über 40 Prozent der Schweizer nutzen für ihre Rechnungen Twint. Die Bezahl-App hat inzwischen mehr als drei Millionen Nutzer registriert, wie eine aktuelle Studie der Hochschule Luzern (HSLU) zeigt. Dass das mobile Bezahlsystem beliebter geworden ist, hängt auch mit der Corona-Pandemie zusammen: Die Zahl der Transaktionen hat sich von 5 Millionen im Februar auf 10 Millionen im September verdoppelt. Dabei wurden Ende Jahr über 551 Millionen Franken in der Schweiz via Twint überwiesen. Die Studienautoren rechnen mit einer weiteren Zunahme der Twint-Transaktionen. Andere Anbieter sind seit 2016 Apple Pay und Samsung Pay seit 2017. Beide Bezahlsysteme sind bisher aber längst nicht so beliebt wie Twint.

Deine Meinung

24 Kommentare