Aktualisiert 07.06.2012 22:27

GotthardstreckeSBB rüsten sich für 1500 Schulkinder

Von der Sperrung der Gotthardlinie sind täglich rund 4000 Reisende betroffen. Viele davon sind Schulkinder.

von
Gianni Walther/Lena Berger
In Flüelen standen gestern 15 Ersatzbusse im Einsatz.

In Flüelen standen gestern 15 Ersatzbusse im Einsatz.

Das Tessin gehört zu den beliebtesten Destinationen für Schulreisen und Ferienlager. Das stellt die SBB seit der ­Sperrung der Gotthardstrecke nach dem Felssturz am Dienstag vor grosse Herausforderungen. «Gestern waren 15 Ersatzbusse im Einsatz, die die Passagiere über die Autobahn von Göschenen nach Flüelen fuhren», sagt SBB-Sprecher Christan Ginsig.

Für Freitag seien zusätzlich 1500 Schulkinder angemeldet, die in die Deutschschweiz zurückfahren möchten – weitere 1700 reisen am Montag in die umgekehrte Richtung. «Wir stocken deshalb die Zahl der Busse auf das Maximum von 23 auf – mehr liegt aus logistischen Gründen nicht drin», so Ginsig. Es müsse mit Verspätungen von einer Stunde gerechnet werden. Trotzdem sei die Strecke über den Gotthard weiter der schnellste Weg von der Zentralschweiz ins Tessin.

Die Passagiere reagierten meist verständnisvoll auf die Situation. Ein Augenschein vor Ort ergab gestern, dass es in Flüelen kaum je zu längeren Wartezeiten kam. Rund sechs Personen informierten über die aktuelle Situation.

Derweil laufen weitere Untersuchungen am Berg. Oberhalb der Abbruchstelle wurde Erde abgetragen, damit der Fels auf Risse untersucht werden kann. «Gleichzeitig lassen wir nichts unversucht, um den Verschütteten so schnell wie möglich zu bergen», so Ginsig. Ein unbemannter Bagger ist seit gestern Abend bei der Suche im Einsatz.

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