Aktualisiert 08.10.2018 08:11

Pilotprojekt

SBB schult Pendler im Zug für den Billettkauf per App

Mit Durchsagen machen Zugbegleiter auf einen besonderen Service aufmerksam: Sie erklären Pendlern, wie sie die SBB-App benutzen können.

von
ehs
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In einem Pilotprojekt beraten Zugbegleiter der SBB Passagiere zu der SBB-App.

In einem Pilotprojekt beraten Zugbegleiter der SBB Passagiere zu der SBB-App.

Keystone/Gaetan Bally
So zeigen sie den Reisenden etwa, wie Billette in der App gekauft werden können.

So zeigen sie den Reisenden etwa, wie Billette in der App gekauft werden können.

Keystone/Christian Beutler
Diese Beratung findet entweder individuell am Platz oder in einem Wagen für alle Interessierten statt.

Diese Beratung findet entweder individuell am Platz oder in einem Wagen für alle Interessierten statt.

Keystone/Christian Beutler

Diese Durchsage im Intercity zwischen Romanshorn und Zürich hatte ein 20-Minuten-Leser noch nie gehört: «Im hintersten Wagen beraten unsere Zugbegleiter nun Interessierte, die noch am Schalter Billette lösen, und zeigen ihnen, wie sie auf die App umsteigen können», gab der Zugbegleiter durch.

Auch in anderen Zügen werden derzeit solche Ansagen gemacht. Ein Team von Zugbegleitern des Standorts Zürich führt seit einigen Wochen ein Pilotprojekt durch, sagt SBB-Sprecher Reto Schärli. «Die Zugbegleiter bieten interessierten Pendlern eine Beratung zur SBB-App an und zeigen ihnen zum Beispiel, wie man Billette kauft oder den Fahrplan nutzt. Die ersten Rückmeldungen sind positiv», sagt Schärli.

Die App wird immer wichtiger

Zum Teil finde die Beratung am Platz statt, teilweise werde auch mit Durchsagen auf einen Wagen aufmerksam gemacht, in dem die Zugbegleiter Fragen beantworten. Die Initiative zum Pilotprojekt sei von den Mitarbeitern ausgegangen, sagt Schärli. Ob der Test ausgedehnt wird, ist noch nicht klar.

Die Zahl der Billettverkäufe am Schalter nimmt seit Jahren ab. Allein zwischen 2015 und 2017 sank die Zahl der am Schalter verkauften Billette um knapp 9 Prozent auf 14,6 Millionen. Währenddessen stieg die Zahl der in der App und auf der Internetseite verkauften Billette um knapp 33 Prozent auf 32,4 Millionen.

Am meisten Tickets werden nach wie vor am Automaten verkauft. Letztes Jahr waren es 48,4 Millionen. Doch auch diese Zahl sinkt. Wie die «SonntagsZeitung» berichtete, überprüft die SBB deshalb Hunderte Standorte von Billettautomaten. Geräte, die nur eine Handvoll Billette pro Tag verkauften, könnten deshalb abgebaut werden, so die Zeitung.

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