12.09.2020 11:42

SBB Chef bestätigtSBB soll 400 Millionen Franken aus Hilfspaket bekommen

Der Bund hat 900 Millionen Franken an Hilfsgeldern für den öffentlichen Verkehr gesprochen. Der CEO der SBB Vincent Ducrot rechnet damit, dass allein die SBB 400 Millionen Franken davon bekommen wird.

von
Reto Heimann
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Die SBB soll 400 Millionen Franken Hilfsgelder bekommen.

Die SBB soll 400 Millionen Franken Hilfsgelder bekommen.

KEYSTONE
Diesen Betrag nannte SBB-CEO Vincent Ducrot gegenüber dem SRF. 

Diesen Betrag nannte SBB-CEO Vincent Ducrot gegenüber dem SRF.

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300 bis 400 Millionen Franken habe die SBB während der Krise verloren, so Ducrot.

300 bis 400 Millionen Franken habe die SBB während der Krise verloren, so Ducrot.

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Darum gehts

  • Der Bund hat dem öffentlichen Verkehr ein Hilfspaket von 900 Millionen Franken geschnürt.
  • SBB-Chef Vincent Ducrot rechnet damit, dass die SBB davon 400 Millionen erhalten werde.
  • Im Fernverkehr muss die SBB für ihre Verluste selbst gerade stehen. Trotzdem «Teurere Ticketpreise wären ein falsches Signal», sagt Ducrot.

SBB-CEO Vincent Ducrot rechnet damit, dass die SBB rund 400 Millionen aus dem 900-Millionen-Hilfspaket des Bundes für den öffentlichen Verkehr erhalten werden.

250 bis 260 Millionen davon dürften als Defizitgarantie an den Regionalverkehr und rund 150 Millionen für die Infrastruktur abgegolten werden, sagte Ducrot in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio SRF. Das Hilfspaket von 900 Millionen Franken für den öffentlichen Verkehr war am Donnerstag vom Nationalrat als Zeitrat gutgeheissen worden.

300 bis 400 Millionen Franken verloren

Keine Gelder beanspruchen werden die SBB für den Fernverkehr. Hier müssten die SBB die Verluste selber decken, wie sie auch in guten Zeiten Gewinne machen könnten, sagte Ducrot.

Durch die Corona-Krise werde die SBB sicher 300 bis 400 Millionen Franken verloren haben, stellte Ducrot weiter fest. Eine Schätzung über den Verlust im gesamten Geschäftsjahr sei aber derzeit unmöglich.

«Völlig falsches Signal»

«Niemand weiss, wie gross eine allfällige zweite Welle sein wird», sagte Ducrot. Derzeit steuere er daher das Unternehmen auf «kürzere Distanz». «Man muss eine Krise nie mitten in der Krise beurteilen», fügte er an.

Teurere Ticketpreise in nächster Zeit wären laut Ducrot aber «ein völlig falsches Signal». Jeden Tag gebe es Verbesserungen bei den Passagierzahlen. Mittlerweile fehlten noch rund 20 Prozent der Passagiere, das seien beispielsweise Touristen, Pendler, aber auch Konzertbesucher. An den Wochenenden seien sehr viele Leute mit der Bahn unterwegs.

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275 Kommentare
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misswirtschaftgleichboni

13.09.2020, 23:36

da sieht man wieder mal das geflecht zwischen industrie und bundeshaus, versagen wird belohnt, die kleinen büezer dürfen es ja bezahlen, im verhältniss zum angebot sind die preise eh viel zu hoch

Theodor vom Hüüsli

13.09.2020, 21:49

Die SBB kann das Angebot erstmal herunter fahren. In ein paar Wochen kommt es zum 2. Lock Down. Herr Berset macht Sie schon mal damit vertraut. Richtig hochfahren muss die SBB erst wenn alle geimpft sind. Das wird vermutlich erst 2022 Der Fall sein.

FW

13.09.2020, 20:59

Ach so. Ich habe dafür wenig Verständnis. Schliesslich ist die SBB ein Grossunternehmen. Die Selbständigen, die Eventbranche und der Detailhandel, ausserhalb der Grundversorgung, werden im Regen stehen gelassen. Das geht gar nicht