Kritik an Pilotprojekt: «SBB sollen die Lokführer entlasten»
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Kritik an Pilotprojekt«SBB sollen die Lokführer entlasten»

Die SBB starten ein Projekt, welches das Ein- und Aussteigen beschleunigen soll. Sie hätten den falschen Zeitpunkt gewählt, um Lokführern noch mehr aufzubürden, finden Gewerkschaften.

von
rey

Der Verband Schweizer Lokführer (VSLF) und die Gewerkschaft des Verkehrspersonal (SEV) kritisieren das SBB-Pilotprojekt im Laufental. Die Lokführer sollten in der heutigen Zeit entlastet und nicht mit neuen Projekten konfrontiert werden.

Die SBB startet an fünf Bahnhöfen ein Pilotprojekt mit dem Ziel, dass die Fahrgäste schneller und stressfreier in die Züge einsteigen können. Dies ist nur möglich, wenn die Lokomotivführer den angezeigten Halteort genau einhalten.

«Falscher Zeitpunkt»

SEV-Vizepräsident Manuel Avallone sagte auf Anfrage, die SBB habe den falschen Zeitpunkt für die Lancierung des Projekts gewählt. Nach dem Unfall im Waadtland sollte sich die SBB auf die Entlastung der Lokführer konzentrieren. VSLF-Präsident Präsident Hubert Giger forderte die SBB auf, das Pilotprojekt «abzublasen». Es bringe keinen Mehrwert, sagte er.

Bisher habe es klare Halteorttafeln für die Lokführer gegeben, argumentierte Giger. Mit dem neuen System würden sich die Halteorte laufend ändern. Der Lokführer könne aber nicht während der Fahrt den Halteort im nächsten Bahnhof nachsehen.

Dem Lokführer bleibe deshalb nichts anderes übrig, als die Einfahrgeschwindigkeit in die Bahnhöfe zu senken. Das führe zu Fahrzeitverlängerungen. (rey/sda)

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