Aktualisiert 11.07.2012 21:12

Stop Preiserhöhung!

SBB werden zurückgepfiffen

Grund zum Jubeln für Pendler: Die SBB dürfen ihre Preise nicht beliebig erhöhen. Und der Service wird besser.

von
jeb
Auch das Niveau der Verpflegung soll verbessert werden.

Auch das Niveau der Verpflegung soll verbessert werden.

Die Zugreisenden dürfen sich freuen: Preisüberwacher Stefan Meierhans hat im wichtigen Dossier SBB einen Sieg ­errungen. Die Bundesbahnen dürfen die Preise nicht wie ­geplant um 5,6 Prozent erhöhen. «Es wird weniger sein», sagte SBB-Verwaltungsratspräsident Ulrich Gygi gestern in der Sendung «Rundschau» auf SF. Eine genaue Zahl nannte er nicht, die Verhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss.

Nicht nur von der Preisfront gibt es gute Neuigkeiten für Pendler: Personen­verkehrs-Chefin Jeannine ­Pilloud verkündete in der ­Sendung, dass sie mit dem Service ihrer Bahn nicht zufrieden sei und dieser besser werden müsse. Kundeninformation, Reiseklima und Verpflegung sollen innert zwei Jahren auf ein höheres Niveau gehoben werden. Damit reagieren die Bundesbahnen auf Kritik der Passagiere, welche sich unter Service etwas anderes vorstellen als das Bahnunternehmen.

«Die SBB wollen möglichst keinen Kundenkontakt. Nicht am Schalter, immer weniger in den Zügen. Der Kunde soll kommen, bezahlen, aber möglichst keine Wünsche ­haben», sagt Walter von ­Andrian, Chefredaktor der «Schweizer Eisenbahnrevue». Gygi äusserte sich in der «Rundschau» auch zum Thema zweite Gotthardröhre: Dass die Kapazitäten auf der Strasse nicht erhöht werden, mag er nicht ganz glauben. (jeb/20 Minuten)

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