Plus 2,5 Prozent: SBB zahlen mehr Lohn
Aktualisiert

Plus 2,5 ProzentSBB zahlen mehr Lohn

Die SBB und die Gewerkschaften haben ihre zäh verlaufenen Lohnverhandlungen abgeschlossen. Sie einigten sich auf Massnahmen im Umfang von 2,5 Prozent der SBB-Lohnsumme. Das sind knapp 53 Millionen Franken.

1,5 Prozent werden als Teuerungsausgleich bzw. als generelle Lohnerhöhung ausbezahlt. Individuelle Lohnerhöhungen machen rund 0,9 Prozent aus. 0,1 Prozent ist für eine Einmalzahlung an Beschäftigte mit niedrigerem Einkommen bestimmt. Wer davon profitiert, muss zwischen den Sozialpartnern noch abgesprochen werden.

Auch die Einigung selber muss von den zuständigen Gremien noch gutgeheissen werden. Der Abschluss gilt für die rund 26 000 Angestellten, die den Gesamtarbeitsverträgen von SBB und SBB Cargo unterstehen.

Verhandlungen unterbrochen

Geprägt waren die Lohnverhandlungen laut SBB-Angaben von der wirtschaftlichen Entwicklung, der rückläufigen Teuerung und der nach wie vor ungelösten Sanierung der Pensionskasse. Die SBB unterbrach die Gespräche Anfang Dezember wegen der Forderungen der Gewerkschaften nach einer Erhöhung von 3,6 Prozent.

Eine Aussprache zwischen SBB-Chef Andreas Meyer und dem SEV- Interimspräsidenten Giorgio Tuti machte den Weg für neue Gespräche frei. Der Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband (SEV) hatte über die Festtage via Internet über 2800 Unterschriften für eine Petition «Faire Lohnerhöhungen jetzt!» gesammelt.

Neben dieser Vereinbarung im Umfang von 2,5 Prozent der Lohnsumme oder 53 Millionen Franken rechnet die SBB laut eigenen Angaben 2009 mit zusätzlich rund 8 Millionen Franken für unterjährige Lohnerhöhungen, etwa bei Funktionswechseln oder Neueinstufungen. Das entspricht 0,4 Prozent der Lohnsumme.

Beide Seiten zufrieden

«Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung und der Situation der Pensionskasse haben wir nun eine vertretbare Lösung gefunden», sagte SBB-Personalchef Markus Jordi gemäss SBB-Mitteilung. Auch unter schwierigen Rahmenbedingungen wolle die SBB ein attraktiver Arbeitgeber bleiben.

SEV-Vizepräsident und Verhandlungsleiter Manuel Avallone bezeichnet die Einigung als akzeptabel. «Wir haben nicht alle Forderungen durchgebracht, aber angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung und der bevorstehenden Diskussion um die Sanierung der Pensionskasse sind wir mit dem Resultat zufrieden», sagte er laut einem SEV-Communiqué. (sda)

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