27.04.2019 18:05

Neuer TicketshopSBB zeigt jetzt alle Sparbillette ins Ausland an

Tickets ins Ausland verkauften ausländische Bahnunternehmen bisher unkomplizierter als die SBB. Eine neue Plattform soll nun Abhilfe schaffen.

von
pam
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Die SBB will vorwärtsmachen mit Sparbilletten für Auslandreisen.

Die SBB will vorwärtsmachen mit Sparbilletten für Auslandreisen.

Keystone/Christian Beutler
Dazu investiert sie bis 2020 20 Millionen Franken in eine neue Software.

Dazu investiert sie bis 2020 20 Millionen Franken in eine neue Software.

Keystone/Gaetan Bally
Diese soll einen Ticketvergleich ermöglichen, bei dem jeweils die günstigsten Angebote angezeigt werden.

Diese soll einen Ticketvergleich ermöglichen, bei dem jeweils die günstigsten Angebote angezeigt werden.

epa/Lucas Dolega/str

Der Kauf des günstigsten Billets für die Zugfahrt nach Paris oder München war bei der SBB bis anhin mühsam: Spartickets gab es nur am Schalter und für einen Aufschlag von zehn Franken. Viele Kunden kauften deshalb ihre Billette direkt bei der deutschen oder der französischen Bahn.

Jetzt kommt Bewegung in die Sache, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt. Für Verbindungen nach Frankreich und Deutschland sind im SBB-Ticketshop bereits die günstigsten Angebote für die nächsten Tage zu finden.

SBB investiert 20 Millionen Franken

Für die Strecke Basel–Hamburg am Nachmittag des 1. Mai führt die neue Vergleichs-Plattform beispielsweise ein Billett für 58 Franken auf. Der Normaltarif im alten Ticket-Shop betrug 190 Franken.

Das Sparangebot habe sich zu einem Geheimtipp entwickelt, sagt Armin Weber von der SBB zur Zeitung. «Bis alle Partnerbahnen in das neue Kaufsystem integriert sind, dauert es noch bis Ende dieses Jahres», sagt Weber. Länger dauert die Einführung auf der Mobile-App. Da wolle man sich 2020 daranmachen. Insgesamt investiert die SBB in die neue Software 20 Millionen Franken.

Stündlich Züge zwischen Zürich und Stuttgart

Zum vereinfachten Billettkauf kommt ein Ausbau der internationalen Verbindungen hinzu. Ab Dezember 2021 sollen zum Beispiel neu stündlich Züge von Zürich nach Stuttgart fahren, ein Jahr vorher wird das Angebot von Zürich nach München verdoppelt und die Reisezeit um eine Stunde verkürzt. Nach der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels Ende 2020 sollen direkte Verbindungen nach Genua und Bologna in Betrieb gehen.

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