Aktualisiert 26.11.2013 22:01

Zug zweigeteiltSBB-Zug verliert Waggon während der Fahrt

Ein Leser-Reporter wollte im Zug Richtung Winterthur einen Waggon weiter nach hinten wechseln. Da bemerkte er, dass dieser mitten auf der Strecke stehen geblieben war.

von
pwe

Die Fahrgäste eines Interregio zwischen Wil und Winterthur mussten heute Dienstag die Zweiteilung ihres Zuges mitten auf der Strecke miterleben. «Zuerst war ich in einem Schockzustand, weil ich gerade den Waggon wechseln wollte», sagte Leser-Reporter Luca M. gegenüber 20 Minuten. Doch der Waggon hinter seinem hatte sich gerade abgehängt – mitten in der Fahrt.

Dies könne passieren, wenn der Zug zuerst sehr stark abbremse und anschliessend wieder sehr stark beschleunige, sagte SBB-Mediensprecherin Franziska Frey. «Das geschieht sehr selten, maximal zweimal ihm Jahr», fügte sie an. Es handle sich um ein Problem mit der Kupplung. Das System löse in so einem Fall automatisch die Notbremse in allen Wagen aus.

Lokführer konnte Waggons selber wieder koppeln

Da das System keine Schäden davontrug, konnte der Lokführer zusammen mit einem anwesenden Kollegen die Verbindung selber wiederherstellen. «Wäre die Kupplung beschädigt gewesen, hätten wir die Komposition abschleppen lassen müssen», sagte Frey.

Im betroffenen Zug wurde niemand in Mitleidenschaft gezogen und auch Leser-Reporter Luca M. konnte sich rasch von seinem Schrecken erholen: «Die Passagiere haben Witze gemacht: Das sei wieder typisch SBB.» Einzig eine Verspätung von rund 40 Minuten mussten die Reisenden in Kauf nehmen. Die Folgeverspätungen bei anderen Zügen hielten sich gemäss SBB-Sprecherin Frey im Minutenbereich.

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