David gegen Goliath: SC Cham freut sich auf den Knüller gegen Zürich

Aktualisiert

David gegen GoliathSC Cham freut sich auf den Knüller gegen Zürich

Der SC Cham hat das grosse Los gezogen: Im Cup-Achtelfinal gehts gegen den Titelverteidiger FC Zürich. Bis zum Showdown gibts aber noch viel Arbeit.

Der SC Cham weiss, wie man grosse aus dem Cup wirft: Am 16. September 2012 schlugen die Chamer Servette, damals noch in der Super League.

Der SC Cham weiss, wie man grosse aus dem Cup wirft: Am 16. September 2012 schlugen die Chamer Servette, damals noch in der Super League.

David gegen Goliath – eine Konstellation, die es im Cup immer wieder mal gibt. Nun hat der 1. Liga-Verein SC Cham das grosse Los gezogen: Am Mittwoch, 3. Dezember (19.30 Uhr) kommt der FC Zürich, seines Zeichens Titelverteidiger im Cup. Am Freitag startet der Vorverkauf: Es gibt 3000 Stehplätze, die zwischen 10 und 25 Franken kosten sowie 1700 Sitzplätze à 45 Fr. Zusätzlich hat der FC Zürich 800 Tickets für den Gästesektor erhalten, der hinter einem der Tore stehen wird – macht also 5500 Zuschauer bei vollem Haus. Normalerweise spielen die Amateure, die drei mal pro Woche trainieren, vor ein paar hundert Zuschauern.

Hohe Sicherheitskosten

Gespielt wird allerdings nicht im heimischen Eizmoos-Stadion in Cham, sondern in der Hertiallmend in Zug. «Natürlich hätten wir gerne im Eizmoos gespielt, aber wegen Sicherheitsaspekten wäre das fast nicht durchführbar gewesen», sagt Frank Kleiner, Kommunikationsleiter beim SC Cham. Dass sich der SC Cham in der Heri in Zug einquartiert für das Spiel wurde zwischen den Verantwortlichen des SC Cham, der Zuger Polizei und des Schweizerischen Fussballverbands so abgemacht. Wie viele Securitas-Kräfte im Einsatz sein werden sowie andere Details zu Sicherheitsvorkehrungen verrät er nicht. Die Kosten für die Durchführung des Cup-Knüllers sind aber für den Amateuerverein enorm: 100'000 Franken sind veranschlagt. Kleiner: «Wir hoffen natürlich schon auf Gewinn, aber oberstes Ziel ist eine schwarze Null.»

«Möglich ist alles»

Gewinnen will natürlich auch das Team unter Trainer Jörg Portmann. «Wir hoffen selbstverständlich auf die Sensation, machen uns aber gleichzeitig nichts vor. Der FCZ gewinnt normalerweise», so Kleiner vorsichtig. Aber im Cup gibts bekanntlich immer wieder mal Überraschungen. Bestes Beispiel ist der SC Buochs aus der 2. Liga, der kürzlich die Millionentruppe von YB aus dem Cup geschmissen hat.

Keller verweist darauf, dass heuer noch mehrere Kleine im Cup dabei sind und schliesst: «Möglich ist alles.» Der SC Cham hat zudem Erfahrung darin, «Grosse» aus dem Cup zu werfen: Am 16. September 2012 schlugen die Chamer den Super-League-Club Servette.

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