Aktualisiert

Cup der UnsiegbarenSC Post: Unsiegbarer geht überhaupt nicht

Not gegen Elend? Ja – aber nicht nur! Der SC Post Winterthur und der Luzerner SC bewegen sich im Direktduell an der Grenze zwischen Geniestreich und Wahnsinn. Und unsiegbar blieben nur die Pöstler.

von
tomu

Die Startphase hatte es in sich – und liess so manch beelendend-trostloses EM-Gekicke vergessen. Da war, neben dem einen oder anderen Ansatz eines Bierbauches, Spannung, Tempo und - danke, gütiger Fussballgott – da waren Tore. Özdemirs Führung für den SC Post Winterthur: Sagenhaft. Meyers Ausgleich für Luzern nur zwei Minütchen später: Weltklasse.

Kommentieren mit Ganzkörper-Sonnenbrille

Gerne mehr davon, sagte sich wohl auch die «Schönste Frau der Schweiz», Barbara Skaro, die an ihren Kommentatoren-Skills feilte und in Halbzeit 1 mit Ganzkörper-Sonnenbrille Mann und Maus und die 200 Zuschauer auf der Sportanlage Heerenschürli in Zürich-Schwamendingen entzückte. Der SC Post Winterthur ging mit einer 2:1-Führung in die Kabine.

Freud und Leid können zuweilen so nah beieinander liegen, das musste zu Beginn der zweiten Halbzeit Luzerns Raphael Meyer feststellen. Zunächst erwischte der – aus Luzerner Sicht – tragische Held die Pöstler im Tiefschlaf und netzte nur zwei Minuten nach Wiederbeginn zum Ausgleich ein. Sodann legten ihn Krampferscheinungen flach und zwangen ihn schliesslich zur Auswechslung. Für seine Mitstreiter indes war der Bann gebrochen, sie schafften mit den Toren zum 2:3 und 2:4 binnen fünf Minuten die Vorentscheidung.

«Das war der Hammer!»

Als Hoffnungsträger Miroci aus den Reihen der Winterthurer in der 74. Minute den Anschlusstreffer erzielte, schien alles wieder offen. Schien, aber war nicht. Denn das Luzerner «Drüü» mauerte sich zum 4:3-Sieg, was Gianluca Simone so kommentierte: «Das war das schönste Erlebnis in dieser miserablen Meisterschaft. Das war der Hammer!» Und Trainer Ueli Huber sagte lapidar: «Eine geile Leistung». So schön kann Fussball sein – alleine deshalb, weil die Winterthurer Verlierer von Super-Blondine Barbara mit dem Pokal für die «unsiegbarste Mannschaft der Schweiz» beehrt wurden. Es gab an diesem Abend – drei Euro ins Phrasenschwein – nur Sieger.

So feiern die Pöstler im Bahnhof Winti ihren «Triumph»

Deine Meinung