National League: SCB beendet Servettes Siegesserie, ZSC tankt Moral, Lugano extrem in der Krise

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National LeagueSCB beendet Servettes Siegesserie, ZSC tankt Moral, Lugano extrem in der Krise

Der HC Lugano findet trotz neuem Trainer keinen Tritt. Dafür ist der SC Bern wiedererstarkt. 

von
Adrian Hunziker
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Der SC Bern beendete am Freitag die Siegesserie Servettes. 

Der SC Bern beendete am Freitag die Siegesserie Servettes. 

Urs Lindt/freshfocus
Die Genfer zeigten einen Tag später eine Reaktion und zerzausten Kloten.

Die Genfer zeigten einen Tag später eine Reaktion und zerzausten Kloten.

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Die ZSC Lions bewiesen in Ambri grosse Moral. 

Die ZSC Lions bewiesen in Ambri grosse Moral. 

Michela Locatelli/freshfocus

Darum gehts

Nach acht bis zwölf Spieltagen – je nach Team – hat Leader Servette bereits 21 Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Kloten. Der Aufsteiger muss bisher hartes Brot essen, was zu erwarten war. Was weniger erwartet wurde, ist der Fakt, dass Lugano nicht auf Touren kommt – trotz Trainerwechsel. 

Bern besiegt Servette, Genfer schlagen zurück

Acht Siege hatte Servette in Folge eingefahren, ist klarer Leader. Dann waren die Genfer am Freitag beim SC Bern, dem Sorgenkind der letzten Saison, zu Gast. Servette führte nach etwas mehr als sechs Minuten bereits 2:0. Doch es ist bezeichnend, dass die Berner in dieser Spielzeit nicht mehr resignieren, sondern sich reinhängen und kämpfen – wie Bären eben. Sie drehten die Partie bis Spielmitte, führten gar 4:2 und 5:3. Die Genfer kamen jedoch zurück und retteten sich in die Verlängerung. Dort siegte der SCB dank Cody Goloubefs erstem Saisontreffer. Damit war die Genfer Serie gerissen. 

Nichtsdestotrotz ist Servette weiterhin klarer Leader. Das auch, weil sie nach der Pleite gegen Bern am Samstag reagierten und Kloten gleich mit einer 5:0-Packung nach Hause schickten. Bern hingegen schaffte auch in Davos einen Sieg nach Verlängerung, dieses Mal war Chris DiDomenico der Siegschütze. 

ZSC zeigt Kämpferqualitäten

Acht Partien mussten die ZSC Lions zu Beginn dieser Saison in der Fremde bestreiten. Am Dienstag ist es nun endlich so weit, die Löwen dürfen ihr erstes Spiel im neuen eigenen Käfig bestreiten. Bei der Premiere in der Swiss Life Arena ist Fribourg-Gottéron zu Gast. Zuvor tankten die Zürcher nochmals kräftig Moral. Am Samstag lagen die Lions in Ambri nach 23 Minuten 0:2 zurück, die Pleite schien bereits sicher.

Doch Simon Bodenmann brachte die Zürcher heran und Juho Lammikko gelang zweieinhalb Minuten vor Ende der Ausgleich. Im Penaltyschiessen zeigten sich die ZSC-Spieler kaltblütiger. Während die drei Ambri-Akteure scheiterten, trafen Alexandre Texier, Sven Andrighetto und Lucas Wallmark allesamt – das Penaltyschiessen und die Partie waren damit verfrüht beendet.

Lugano total von der Rolle

Dass Aufsteiger Kloten am Tabellenende steht, ist nicht erstaunlich, das hatten die meisten Experten so prophezeit. Dass nur einen Punkt vornedran aber der HC Lugano steht, damit hätten wohl die wenigsten gerechnet. Die Tessiner hatten vor einer Woche Chris McSorley als Chefcoach entlassen, nach einem miesen Saisonstart. Nur: Seither haben die Luganesi unter dem jungen Neo-Trainer Luca Gianinazzi (29) dreimal verloren – 2:3 und 2:4 zuhause gegen Davos und Gottéron und 1:6 in Langnau gegen die Tigers.

Speziell diese Pleite im Emmental, gegen ein Team, das zwar leidenschaftlich spielt, aber klar als möglicher Absteiger gehandelt wurde, muss den Fans zu denken geben. Dass diese Niederlage nicht am noch sehr jungen Coach aufgehängt werden kann, ist klar. Dafür konnte der Ex-Spieler noch zu wenig Einfluss nehmen. Dass nach der Entlassung McSorleys aber kein Ruck durch die Mannschaft ging, ist beunruhigend.

Am Dienstag ist Meister EV Zug im Tessin zu Gast, die Aufgabe wird also nicht leichter. Sollte es auch am Freitag eine Pleite in Pruntrut gegen das limitierte Ajoie geben, brennt der Baum in Lugano lichterloh. Gegenüber den Tamedia-Zeitungen (Bezahlschranke) sagte Lugano-Sportchef Hnat Domenichelli kürzlich, sollten Spieler nicht mitziehen, würden künftig sie und nicht der Trainer den Preis dafür bezahlen. Man plane langfristig mit Gianinazzi. Naja, warten wir mal ab. 

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