Aktualisiert 19.12.2006 23:00

SCB dominiert ZSC - HCD verliert zuhause

Der SC Bern hat die Natipause gut verdaut: Die Hauptstädter dominierten die ZSC Lions im Hallenstadion und siegten verdient mit 3:0. NLA-Leader Davos unterlag Servette überraschend mit 2:4, der EV Zug feierte im Gotthard-Derby gegen Ambri einen 4:3-Sieg. Kloten bezwang Rapperswil im Penaltyschiessen.

Davos leistete sich am 28. Spieltag gegen Servette eine 2:4-Heimniederlage. Die Bündner verloren erstmals in dieser Saison zweimal hintereinander. Dank dem fünften Sieg in Serie näherte sich Titelhalter Lugano dem Leader bis auf sechs Punkte. Nicht nur der Schwarzgeld-Affäre wegen orteten die Beobachter der Hockey-Szene in der Südschweiz die grössten Krisenherde. Ambri war zwischenzeitlich bis ans Ende der Tabelle gestürzt, und der HC Lugano reihte auswärts eine peinliche Niederlage an die nächste. Nun verlängerten die zweitklassierten Bianconeri mit dem 5:3 in Langnau ihre Hochphase. Von der Schwäche der ZSC Lions profitierte der SCB (3.). Die Berner kamen im Hallenstadion ohne Hektik und Aufwand zu einem problemlosen 3:0. Kloten (4.) setzte sich in Rapperswil nach einem 1:2-Rückstand 4:3 nach dem Penaltyschiessen durch. Inklusive der Zuschatzschicht beklagte der SCRJ fünf Pfostenschüsse. Am Trennstrich vergrösserte sich die Differenz: Ambri, das gegen Zug im 28. Spiel die 15. Niederlage bezog, liegt acht Punkte hinter dem ZSC zurück. Und Fribourg belegt auf Kosten der Basler dank dem 6:3 im Direktduell erstmals seit Anfang Oktober nicht mehr den letzten Platz im nationalen Ranking.

ZSC gegen Bern chancenlos

Ausgerechnet am Tag der Vertragsverlängerung mit Coach Harold Kreis und Captain Mathias Seger spielten die ZSC Lions schwach wie seit Wochen nicht mehr. Dem SC Bern reichte ein überschaubarer Aufwand zu einem ungefährdeten 3:0.

Patrik Bärtschi ist nach 28 Runden bei 15 Treffern angelangt. Der 22-jährige Internationale gehört zweifelsfrei zu den auffälligsten Figuren der Saison. Im Hallenstadion demonstrierte der langjährige Kloten-Stürmer, weshalb er zu den besten Skorern mit Schweizer Pass gehört. In der 8. Minute stellte er mit dem 1:0 nervenstark die Weichen, kurz vor Spielmitte setzte Bärtschi eine Vorlage Rüthemanns ansatzlos präzise in die halbhohe Torecke.

Der ZSC war an diesem Abend ohne den verletzten Topskorer Dale McTavish nicht einmal mit zwei Spielern mehr auf dem Eis in der Lage, den zuletzt verunsicherten Berner Keeper Marco Bührer zu bedrängen. Bezeichnenderweise leisteten sich die unkonzentrierten Zürcher in jener 5:3-Situation beim Stand von 0:1 ohne jegliche Not mehrere haarsträubende Fehlpässe. An eine Begrenzung des Schadens war unter diesen spielerischen Missständen nicht zu denken - Simon Gamache erhöhte gar auf 3:0.

Pfosten rettete Klotener Penalty-Sieg

Fünf Pfostenschüsse beklagten die Rapperswiler bei der 3:4-Niederlage im Penaltyschiessen gegen die Kloten Flyers. Für die St. Galler war es gleichzeitig die zweite Niederlage in Folge.

2:1 führte das Heimteam, ehe Sven Lindemann und Roman Wick den Umschwung erzwangen. 30 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit glich Patrick Fischer zum 3:3 aus. In der letzten Minute der Verlängerung scheiterte der Rapperswiler Guyaz abermals am Pfosten, ehe Chris Herperger und Romano Lemm für Kloten im Penaltyschiessen trafen. Die beiden Rapperswiler Penaltyschützen trafen nur den Pfosten.

Passiver HCD von Servette überrascht

Für den HC Davos verlief der Meisterschaftseinstieg nach der Nationalmannschaftspause wenig erbaublich. Das 2:4 gegen Genf- Servette schien vermeidbar, zumal der HCD im Mitteldrittel einen 0:2-Rückstand aufholte.

Die Entscheidung gegen das erstaunlich passive Davos fiel 137 Sekunden vor Schluss, nachdem sich der HCD ohne Puckbesitz in der Vorwärtsbewegung dümmlich angestellt hatte. Der kanadische Doppeltorschütze Jamie Wright nützte den für den kompletten Davoser Auftritt charakteristischen Fehler zum 3:2 aus. Wenige Sekunden vor Schluss machte Serge Aubin mit dem 4:2 alles klar und beendete die vier Spiele währende Nullserie der Genfer auf fremdem Eis. Für den HCD, der erstmals zwei Partien in Serie verlor, war es erst die vierte Heimniederlage der Saison.

Zuger Kraftakt belohnt

Ein veritabler Kraftakt des EV Zug wurde mit dem vierten Erfolg in Serie belohnt. Gegen das auswärts inferiore Ambri lagen die Innerschweizer bis zur 52. Minute 2:3 im Rückstand, ehe Barry Richter ausglich und Oleg Petrow in der Overtime das 4:3 erzielte.

Bei Zug machten sich die Absenzen von sechs Spielern insbesondere im Powerplay bemerkbar. Und dennoch war ein Überzahl- Tor von Richter, das für den EVZ enthemmend wirkte. Das Team von Sean Simpson war im letzten Drittel klar überlegen (19:3 Schüsse) und setzte nach dem Ausgleich alles daran, die Partie schon in der regulären Spielzeit zu entscheiden. Schliesslich war es Petrow, der mit einem «Ablenker» den starken Auftritt der Zuger Ausländer krönte, die alle Treffer erzielten und Ambris Antipoden mit Ausnahme des Duos Trudel/Domenichelli klar übertrumpften.

Während Ambri in der Valascia unter Trainer Larry Huras eine starke Bilanz vorweisen kann, präsentieren sich die Leventiner auswärts bedenklich schwach. Das 3:4 war die elfte Niederlage hintereinander und die fünfte, seit Huras das Kommando übernommen hat.

Langnau vergab gute Ausgangslage

Die SCL Tigers gaben im Heimspiel gegen Lugano in den letzten Minuten den Sieg noch aus der Hand. Die Emmentaler führten bis zur 50. Minute 3:2, verloren aber noch 3:5.

Schon im letzten Heimspiel gegen Kloten hatte Langnau 3:0 und 4:2 geführt und im Schlussdrittel noch 4:5 verloren. Luganos vierte Linie mit Sébastien Reuille, Valentin Wirz und Andy Näser besorgte die Wende. Näser glich in der 50. Minute zum 3:3 aus und erzielte in der 58. Minute das entscheidende 5:3. Dazwischen gelang Ryan Gardner im Powerplay das 4:3. Lugano feierte den fünften Sieg in Folge.

Fribourg gab letzten Tabellen-Platz ab

Nach dem erst dritten Heimsieg der Saison ist Fribourg erstmals seit Anfang Oktober nicht mehr das Schlusslicht der Liga. Die Freiburger besiegten zuhause im Kellerduell der Liga Basel 6:3.

Sieben seiner 28 Punkte holte Gottéron gegen das neu schlechteste Nationalliga-Team aus Basel. Den Sieg leitete Fribourgs ältester Spieler ein. Der 40-jährige Gil Montandon erzielte in der 36. Minute das vorentscheidende 4:2. Spannung wäre einzig nochmals in die Partie gekommen, wenn Basels Topskorer Thomas Nüssli in der 59. Minute einen Penalty verwertet hätte. Denn kurz vorher hatte Nüssli das 3:5 erzielt.

NLA, 28. Runde. Am Dienstag:

Davos - Genf-Servette 2:4 (0:2, 2:0, 0:2)

Eissporthalle. - 2130 Zuschauer. - SR Eichmann, Simmen/Wehrli.

Tore: 14. Wright (Law, Aubin) 0:1. 19. Goran Bezina (Aubin/Ausschluss Déruns!) 0:2. 28. Müller (Daigle, Varada) 1:2. 36. Riesen (Daigle, Reto von Arx/Ausschlüsse Aubin, Bernheim) 2:2. 58. Wright (Aubin) 2:3. 60. (59:56) Aubin (Knoepfli, Law/Ausschluss Leblanc) 2:4.

Strafen: 9mal 2 plus 10 Minuten (Riesen) gegen Davos, 10mal 2 plus 5 (Bernheim) plus 10 Minuten (Law) plus Spieldauer (Bernheim) gegen Genf-Servette.

PostFinance-Topskorer: Daigle; Aubin.

Davos: Hiller; Gianola, Crameri; Müller, Chawanow; Jan von Arx, Blatter; Winkler, Furrer; Riesen, Reto von Arx, Daigle; Varada, Rizzi, Burkhalter; Guggisberg, Taticek, Ambühl; Leblanc, Marha, Baumann.

Genf-Servette: Mona; Keller, Breitbach; Mercier, Goran Bezina; Horak, Gobbi; Toni Bezina; Cadieux, Trachsler, Déruns; Fedulow, Meunier, Treille; Law, Aubin, Wright; Rivera, Bernheim, Knoepfli.

Bemerkungen: Davos ohne Sarault (verletzt) und Nittel (nach 3. Wechsel noch nicht spielberechtigt), Genf-Servette ohne Rytz, Savary (beide verletzt), Augsburger, Bonnet, Schilt (U20) und Trainer McSorley (gesperrt). - 1. Spiel von Petr Taticek (Tsch/23). - NLA-Debüt von Toni Bezina (17). - Pfostenschüsse: 6./40. Chawanow.

Fribourg - Basel 6:3 (3:0, 1:2, 2:1)

St-Léonard. - 2930 Zuschauer (Saison-Minusrekord). - SR Prugger, Abegglen/Dumoulin.

Tore: 8. Bastl (Balej, Holden) 1:0. 11. Heins (Montandon/Ausschlüsse Camenzind, Fuchs) 2:0. 17. Sprunger (Bastl) 3:0. 24. Tschannen (Della Rossa, Bundi/Ausschluss Plüss) 3:1. 33. Anger (Astley, Fuchs/Ausschluss Heins) 3:2. 36. Montandon (Zenhäusern, Studer/Ausschluss Collenberg, Strafe angezeigt) 4:2. 58. (57:44) Monnet (Zenhäusern) 5:2. 59. (58:27) Nüssli 5:3. 60. (59:38) Balej (Holden) 6:3 (ins leere Tor).

Strafen: 9mal 2 plus 10 Minuten (Zenhäusern) gegen Fribourg, 10mal 2 plus 10 Minuten (Bright) gegen Basel.

PostFinance-Topskorer: Monnet; Nüssli.

Fribourg: Munro; Seydoux, Heins; Studer, Ngoy; Birbaum, Marquis; Reist; Balej, Holden, Neuenschwander; Sprunger, Monnet, Bastl; Zenhäusern, Montandon, Plüss; Lauper, Genazzi, Bielmann.

Basel: Manzato; Plavsic, Voisard; Astley, Bundi; Liimatainen, Collenberg; Gerber; Voegele, Wright, Nüssli; Anger, Bright, Fuchs; Della Rossa, Camenzind, Tschannen; Walker, Tschuor, Schnyder.

Bemerkungen: Fribourg ohne Berger, Botter, Haldimann, Sarno, Vauclair (alle verletzt) und Bykow (U20), Basel ohne Chatelain und Wüthrich (beide verletzt). - NLA-Debüt von Joël Genazzi (18). - 250. NLA-Spiel von Neuenschwander. - 59. (58:51) Munro wehrt Penalty von Nüssli ab, Timeout Basel. - Basel von 58:41 bis 59:38 ohne Goalie.

Rapperswil-Jona - Kloten 3:4 n. Pen. (1:1, 1:0, 1:2, 0:0)

Lido. - 4923 Zuschauer. - SR Reiber, Kehrli/Stäheli.

Tore: 11. Bayer (Bütler, Walser/Ausschluss Stephan) 1:0. 12. Damien Brunner (Rothen/Ausschluss Fischer) 1:1. 25. Eloranta (Gmür) 2:1. 41. Lindemann (Herperger, Rintanen) 2:2. 46. Wick (Jenni) 2:3. 60. (59:30) Fischer (Micheli, Czerkawski/Ausschluss Herperger) 3:3 (Rapperswil ohne Torhüter).

Penaltyschiessen: Herperger 0:1, Koivisto -; Lemm 0:2, Schefer -.

Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Czerkawski) gegen Rapperswil-Jona, 7mal 2 Minuten gegen Kloten.

PostFinance-Topskorer: Roest; Rintanen.

Rapperswil-Jona: Klingler; Guyaz, Fischer; Koivisto, Gmür; Bayer, Geyer; Schefer; Nordgren, Roest, Eloranta; Czerkawski, Kamber, Murray; Walser, Bütler, Micheli; Hürlimann, Morger, Schrepfer.

Kloten: Rüeger; von Gunten, Hamr; Brimanis, Klöti; Hofer, Schulthess; Stephan; Lindemann, Lemm, Rintanen; Rothen, Herperger, Damien Brunner; Bühler, Jenni, Wick; Adi Brunner, Ehrensperger, Bodenmann.

Bemerkungen: Rapperswil ohne Marco Streit (verletzt), Kloten ohne Guignard, Stancescu (beide verletzt), Pittis (gesperrt). Pfostenschüsse: Hürlimann (3.), Nordgren (13.), Guyaz (65.). 59. (58:23) Timeout von Rapperswil. Rapperswil ab 58:53 bis 59:30 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Lugano 3:5 (0:0, 2:2, 1:3)

Ilfis. - 4438 Zuschauer. - SR Stricker, Arm/Marti.

Tore: 27. Landon Wilson (Sannitz) 0:1. 34. Miettinen 1:1. 36. Mathias Joggi (Neff, Fabian Sutter) 2:1. 38. Reuille (Jeannin, Wallin/Ausschluss Stettler) 2:2. 46. Marc Leuenberger 3:2. 50. Näser (Reuille, Wirz) 3:3. 55. Gardner (Ausschluss Kolanos) 3:4. 58. Näser (Reuille, Tärnström) 3:5.

Strafen: 9mal 2 plus 10 Minuten (Stettler) gegen Langnau, 7mal 2 Minuten gegen Lugano.

PostFinance-Topskorer: Tuomainen; Hentunen.

Langnau: Schoder; Stettler, Marc Leuenberger; Lüthi, Fast; Christian Moser, Aegerter; Blum, Arne Ramholt; Rizzello, Toms, Miettinen; Mathias Joggi, Fabian Sutter, Neff; Tuomainen, Kolanos, Sirén; Debrunner, Adrian Gerber, Stefan Moser.

Lugano: Züger; Julien Vauclair, Tärnström; Strudwick, Hänni; Snell, Cantoni; Hirschi; Hentunen, Wallin, Jeannin; Gardner, Sannitz, Landon Wilson; Näser, Wirz, Murovic; Reuille, Tristan Vauclair.

Bemerkungen: Langnau ohne Schürch, Liniger und Högardh, Lugano ohne Conne, Romy und Chiesa (alle verletzt).

ZSC Lions - Bern 0:3 (0:1, 0:2, 0:0)

Hallenstadion. - 6757 Zuschauer. - SR Kurmann, Hofmann/Schmid.

Tor: 8. Bärtschi (Landry, Gamache/Ausschluss Alston) 0:1. 28. Bärtschi (Rüthemann, Berglund) 0:2. 35. Gamache (Berglund, Rötheli/Ausschluss Suchy) 0:3.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen den ZSC, 7mal 2 Minuten gegen Bern.

PostFinance-Topskorer: Pavlikovsky; Gamache.

ZSC Lions: Sulander; Stoffel, Suchy; Blindenbacher, Forster; Kout, Seger; Leeger; Petrovicky, Pavlikovsky, Lachmatow; Lukas Grauwiler, Alston, Adrian Wichser; Helfenstein, Zeiter, Paterlini; Schnyder, Stirnimann, Bieber; Lemm.

Bern: Bührer; Kobach, Söderholm; Meier, Rolf Ziegler; Gerber, Steinegger; Landry, Dubé, Gamache; Bärtschi, Berglund, Rüthemann; Raffainer, Rötheli, Reichert; Meier, Camichel, Berger.

Bemerkungen: ZSC ohne McTavish, Lindemann, Steiner (alle verletzt), Berra (U20-Auswahl), Bern ohne Furrer, Thomas Ziegler, Jobin (alle verletzt), Bordeleau (krank). Dubé in der 2. Minute nach Check gegen die Bande mit leichter Gehirnerschütterung ausgeschieden.

Zug - Ambri-Piotta 4:3 n. Verl. (0:0, 1:3, 2:0, 1:0)

Herti. - 5033 Zuschauer. - SR Stalder, Mauron/Rebillard.

Tore: 29. Dubois (Domenichelli, Trudel/Ausschluss Piros) 0:1. 30. Svensson (Cereda/Ausschluss Piros) 0:2. 35. Oppliger (Fazio) 1:2. 37. Trudel (Domenichelli) 1:3. 44. Piros (Petrow, Back) 2:3. 52. Richter (Piros/Ausschluss Bianchi) 3:3. 63. (62:57) Petrow (Hallberg, Richter/Ausschlüsse Camichel; Dubois) 4:3.

Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Zug, 9mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.

PostFinance-Topskorer: Petrow; Trudel.

Zug: Weibel; Back, Richter; Hallberg, Diaz; Fazio, Kress; Camichel, Piros, Petrow; Casutt, Grosek, Christen; Meier, Oppliger, Duca.

Ambri-Piotta: Bäumle; Tallarini, Naumenko; Höhener, Svensson; Gianini, Dubois; Ott; Trudel, Domenichelli, Demuth; Schena, Cereda, Somervuori; Baldi, Bianchi, Kostovic; Imperatori, Siritsa, Celio.

Bemerkungen: Zug ohne Di Pietro (gesperrt), Sutter, Schnyder (beide verletzt), Maneluk (überzähliger Ausländer), Bürgler, Maurer und Steinmann (U20), Ambri-Piotta ohne Pont (verletzt).

Rangliste: 1. Davos 29/59. 2. Lugano 29/53. 3. Bern 28/52. 4. Kloten Flyers 29/52. 5. Zug 28/47. 6. Rapperswil-Jona Lakers 28/45. 7. Genf-Servette 28/42. 8. ZSC Lions 29/41. 9. Ambri-Piotta 28/33. 10. SCL Tigers 28/30. 11. Fribourg 28/28 (80:111). 12. Basel 28/28 (67:102).

(mat/si)

Kreis bleibt Trainer der ZSC Lions: Die ZSC Lions settzen vor den wegweisenden Spielen am Freitag in Ambri und am Samstag daheim gegen Basel ein Zeichen: Ihr Headcoach Harold Kreis wird auch in der nächsten Saison an der Bande stehen. Dave Chambers bleibt Kreis' Assistent. Nach der völlig missratenen Saison 2005/06, als sich die Stadtzürcher erst im Playout-Final den Ligaerhalt gesichert hatten, wurde Kreis verpflichtet. Der 47-jährige Deutsch-Kanadier hatte im Frühjahr Lugano zum Meistertitel geführt. Zu Beginn der laufenden Saison vermochte Kreis den Lions mit dem kaum veränderten Kader allerdings kaum Impulse zu geben. Inzwischen hat sich der ehemalige Tabellen-Letzte von seiner Krise erholt und besitzt sogar ein kleines Polster auf den Playoff-Strich.

Seger bleibt beim ZSC: Mathias Seger nahm die Vertragsofferte der ZSC Lions an und unterschrieb zwei Tage nach seinem 29. Geburtstag für weitere zwei Jahre. Der charismatische Captain verteidigt seit 1999 für die Stadtzürcher. Zweimal gewann der in der NLA umworbene Ostschweizer mit dem ZSC den Titel. Insgesamt bestritt er für die Lions und Rapperswil 538 Partien in der höchsten Spielklasse.

Schürch zwei Jahre zum EHC Basel: Der Torhüter Reto Schürch wechselt für die nächsten zwei Jahre von den SCL Tigers zum EHC Basel. Der 31-Jährige wird Daniel Manzato ersetzen, der in der kommenden Saison trotz weiterlaufenden Vertrags sein Glück bei den Carolina Hurricanes in der NHL versuchen will. Schürch stammt aus der Juniorenabteilung des SC Bern und war beim mehrfachen Schweizer Meister in jungen Jahren die Nummer 2 hinter Renato Tosio. Über den EHC Biel (NLB) stiess Schürch 2001 zum HC Lausanne, wo er NLA-Stammgoalie wurde. Auf die Saison 2005/06 hin wechselte er zu den SCL Tigers. Bis zu seiner Anfang Oktober erlittenen Adduktorenverletzung war er dort die Nummer 1. Zur Zeit ist Schürch noch rekonvaleszent.

Thomas Berger hört Ende Saison auf: Thomas Berger, seit 2004 Torhüter im NLB-Verein HC Lausanne, hört Ende Saison auf. Der 33-Jährige will nach 15 Jahren Nationalliga-Eishockey für einen Ausrüster arbeiten. Ausser mit Lausanne spielte Berger in der Nationalliga A für Lugano, Fribourg- Gottéron, Davos, La Chaux-de-Fonds und Rapperswil-Jona. In neun Saisons in der höchsten Spielklasse gelangen ihm zwölf Shutouts.

Doppelter Bezina: Diverse Absenzen bei Genf-Servette verhalfen dem 17-jährigen Toni Bezina in Davos zum Debüt in der Nationalliga A. Der Elite-Junior ist der neun Jahre jüngere Bruder des Schweizer Internationalen Goran Bezina (189 cm/103 kg), aber mit 190 cm und 95 kg schon fast so kräftig gebaut. Bezina jr. spielt seit seiner Rückkehr aus einer nordamerikanischen High School für Servettes Juniorenabteilung und gab sich im Sommer 2006 anderthalb Jahre Zeit, in der höchsten Schweizer Liga Fuss zu fassen. Einen Teilschritt tätigte Toni Bezina am Dienstagabend mit dem ersten NLA-Einsatz.

ZSC-Serie zu Ende: Fünfmal in Serie haben die ZSC Lions den SC Bern im Hallenstadion mehr oder weniger klar geschlagen. Ausgerechnet am Tag der Vertragsverlängerung mit Headcoch Harold Kreis liessen sich die Zürcher beim 0:3 bloss stellen. Letztmals unterlag der ZSC dem SCB am 15. Februar 2004 (0:5) ohne Plustor.

Bührers Marke: Nach der Niederlage in Kloten hatte Marco Bührer der Zorn von SCB-Coach John van Boxmeer getroffen. Im Nationalteam wurde er im Startspiel gegen Lettland beim Stand von 0:4 ausgewechselt. Nun reagierte der Berner Keeper mit dem fünften Shutout (3:0 gegen den ZSC) der Saison auf die Kritik. Kein Torhüter der Liga bewegt sich in dieser Kategorie auf gleicher Höhe.

Skorerliste: 1. Kimmo Rintanen (Kloten) 42 Punkte (16 Tore/26 Assists). 2. Simon Gamache (Bern) 42 (13/29). 3. Alexander Daigle (Davos) 38 (16/22). 4. Oleg Petrow (Zug) 37 (8/29). 5. Serge Aubin (Servette) 36 (16/20). 6. Jean-Guy Trudel (Ambri) 34 (19/15). 7. Paul Di Pietro (Zug) 34 (16/18). 8. Hnat Domenichelli (Ambri) und Domenico Pittis (Kloten), je 34 (12/22). 10. Rickard Wallin (Lugano) 33 (12/21).

Die nächsten Spiele. Nationalliga A. Freitag, 22. Dezember. 29. Runde: Ambrì-Piotta - ZSC Lions (19.45). Basel - Genf-Servette (19.45). Bern - Zug (19.45). Kloten Flyers - Lugano (19.45). Rapperswil-Jona Lakers - Fribourg (19.45). SCL Tigers - Davos (19.45). - Samstag, 23. Dezember. 30. Runde: Fribourg - SCL Tigers (19.45). Genf-Servette - Bern (19.45). ZSC Lions - Basel (19.45). Zug - Rapperswil-Jona Lakers (19.45). Lugano - Ambrì-Piotta (20.00).

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