National League A: SCB und ZSC verkürzen Rückstand
Aktualisiert

National League ASCB und ZSC verkürzen Rückstand

Der SC Bern und die ZSC Lions bleiben Leader Kloten auf den Fersen. Bern verkürzte mit einem 4:3 in Ambri den Rückstand auf drei Punkte. Der ZSC besiegte Rapperswil-Jona 3:2 und liegt noch sechs Zähler zurück. Alle Teams bestreiten noch fünf Partien.

Die Tessiner leisteten sich gegen Bern 40 Minuten lang einen ganz schwachen Heimauftritt und unterlagen dem SC Bern 3:4 (0:2, 1:2, 2:0). Vor dem Meisterschafts-Unterbruch hatte Ambri in fünf Spielen viermal gepunktet, dreimal gewonnen und am 18. Januar sogar den SC Bern niedergerungen (4:3). Diesmal liess sich Ambri überrumpeln und brachte sich in der Startphase um alle Chancen. Die Leventiner begannen äusserst passiv und suchten ihr Heil (erfolglos) in der Defensive. Bern erspielte sich trotz Ambris Vorsicht Chancen im Minutentakt, überlief den Gegner und hätte schon in der ersten Pause weit höher als 2:0 führen müssen.

Überzeugend agierte bei Bern der Block um Ivo Rüthemann. Rüthemann erzielte mit dem ersten Torschuss nach 39 Sekunden das Führungstor, erhöhte siebeneinhalb Minuten später auf 2:0 und bereitete in der 22. Minute das 3:0 durch Sturmpartner Etienne Froidevaux vor.

Ambri demonstrierte im Schlussabschnitt, was möglich gewesen wäre. Es verkürzte durch Rick Naumenko und PostFinance-Topskorer Paolo Duca innerhalb von 248 Sekunden von 1:4 auf 3:4 und kam durch Mauro Zanetti in der 50. Minute sogar zu einer Ausgleichschance.

ZSC machte sich das Leben unnötig schwer

Raimo Summanen ist der Einstand als Trainer von Rapperswil-Jona missglückt. Die Lakers erlitten auswärts gegen die ZSC Lions mit 2:3 die siebente Niederlage in Serie. Die Stadtzürcher rehabilitierten sich im ersten Heimspiel nach dem Sieg in der Champions Hockey League für die 0:5-Niederlage vom Sonntag in Bern und setzten sich im sechsten Saisonduell gegen die Lakers zum fünften Mal durch.

Nach Startschwierigkeiten und einem 0:1-Rückstand - Christian Berglund hatte die Gäste nach einem Abpraller von ZSC-Goalie Ari Sulander in der 7. Minute in Führung gebracht - lenkte der Schweizer Meister die Partie noch im ersten Drittel in die gewünschten Bahnen. Zunächst glich Peter Sejna in der 10. Minute im Powerplay aus; der ZSC brauchte gegen das schlechteste Boxplay-Team der Liga gerademal 21 Sekunden um die erste Überzahl-Situation auszunutzen. 3:31 Minuten später schoss Alexej Krutow das 2:1 - der Kurzurlaub in Moskau scheint dem wirbligen Flügelstürmer gut getan zu haben. Und in der 19. Minute erhöhte Mark Bastl auf 3:1.

Danach kontrollierten die Lions die Partie weitgehend, erspielten sich ein klares Chancenplus, liessen jedoch im Abschluss oftmals die letzte Konsequenz vermissen. Zudem bekundeten sie Pech, dass Sejna (42.) nach einer 3:1-Situation und Jean-Guy Trudel (44.) im Powerplay zweimal nur das Gehäuse trafen. So kam nochmals Spannung auf, als Lakers-Topskorer Stacy Roest in der 50. Minute Ari Sulander mit einem perfiden Schuss zum 2:3 erwischte.

National League A, 45. Runde

Ambri-Piotta - SC Bern 3:4 (0:2, 1:2, 2:0)

Valascia. - 2456 Zuschauer. - SR Kämpfer, Kohler/Müller.

Tore: 1. (0:39) Rüthemann (Froidevaux, Jobin) 0:1. 9. Rüthemann (Josi, Patrik Bärtschi) 0:2. 22. Froidevaux (Rüthemann, Marc Leuenberger) 0:3. 35. Demuth (Kutlak, Duca) 1:3. 40. (39:57) Roche (Gamache, Carney/Ausschluss Gelinas!) 1:4. 42. Naumenko (Westrum, Sciaroni/Ausschluss Carney) 2:4. 46. Duca (Ausschluss Gelinas) 3:4.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 Minuten gegen Bern.

PostFinance-Topskorer: Duca; Gamache.

Ambri-Piotta: Krizan; Naumenko, Fabian Stephan; Bundi, Gautschi; Kutlak, Marghitola; Walker, Westrum, Sciaroni; Duca, Stirnimann, Demuth; Murovic, Bianchi, Micheli; Grégory Christen, Schönenberger, Zanetti.

Bern: Bührer; Roche, Rytz; Jobin, Josi; Carney, Marc Leuenberger; Gelinas, Dubé, Gamache; Patrik Bärtschi, Froidevaux, Rüthemann; Pascal Berger, Daniel Meier, Reichert; Alain Berger.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bäumle, Nicola Celio, Mattioli, Wahlberg (alle verletzt) und Horak (krank), Bern ohne Beat Gerber, Philippe Furrer, Chatelain, Trevor Meier (alle verletzt), Thomas Ziegler (Todesfall in der Familie), Martin Plüss (krank), Abid und Bordeleau (beide überzählige Ausländer). - Pfostenschuss Reichert (38.).

ZSC Lions - Rapperswil-Jona 3:2 (3:1, 0:0, 0:1)

Hallenstadion. - 7057 Zuschauer. - SR Kunz, Wehrli/Wirth.

Tore: 7. Berglund (Nordgren, Guyaz) 0:1. 10. Sejna (Gardner, Blindenbacher/Ausschluss Voegele) 1:1. 14. Krutow (Kamber, Trudel) 2:1. 19. Bastl (Monnet, Alston) 3:1. 50. Roest (Patrick Fischer II, Nordgren) 3:2.

Strafen: 1mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona.

PostFinance-Topskorer: Gardner; Roest.

ZSC Lions: Sulander; Blindenbacher, Suchy; Daniel Schnyder, Seger; Pascal Müller, Schelling; Stoffel, Geering; Bastl, Alston, Monnet; Trudel, Kamber, Krutow; Gardner, Adrian Wichser, Sejna; Bühler, Gloor, Grauwiler.

Rapperswil-Jona: Marco Streit; Voisard, Sven Berger; Mitchell, Patrick Fischer II; Guyaz, Geyer; Voegele, Bütler, Sirén; Reuille, Burkhalter, Friedli; Hürlimann, Tschuor, Rizzello; Nordgren, Roest, Berglund.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Cadonau (verletzt), Aurelio Lemm, Flavio Streit, Pittis und Pratt (alle überzählig). Rapperswil-Jona ohne Raffainer (verletzt), Lindström (gesperrt), Schefer, Svensson und Sandro Bruderer (alle überzählig). - Pfosten/Lattenschüsse: 42. Sejna. 44. Trudel. - Rapperswil-Jona ab 59:57 ohne Torhüter.

Rangliste (45 Spiele):

1. Kloten Flyers 93. 2. Bern 90. 3. ZSC Lions 87. 4. Davos 80. 5. Lugano 77. 6. Genève-Servette 76. 7. Fribourg 64. 8. SCL Tigers 61. 9. Zug 56. 10. Rapperswil-Jona Lakers 43. 11. Ambri-Piotta 42. 12. Biel 41. (si)

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