Aktualisiert 10.01.2016 17:30

NLASCB verliert erneut – Sorgen um zwei Profis

Der SCB verpasst gegen Servette den Befreiungsschlag. Schlimmer erwischt hat es jedoch zwei Eishockey-Spieler – und ein anderer verlor zwei Zähne.

Der SC Bern zieht gegen Servette den kürzeren.

Der SC Bern zieht gegen Servette den kürzeren.

Keystone/Lukas Lehmann

Bern schafft trotz der 3:4-Heimniederlage nach Verlängerung gegen Genève-Servette den Sprung über den Playoff-Strich. Für die Genfer ist es der fünfte Sieg in Serie.

Den Siegtreffer für die Genfer erzielte nach 3:13 Minuten in der Overtime Juraj Simek. Der Sieg der Gäste ging insgesamt in Ordnung, waren sie doch in den ersten 40 Minuten das bessere Team. Arnaud Jacquemet (5.) und Kevin Romy (7.) schossen Servette mit einem Doppelschlag innert 114 Sekunden 2:0 in Front. In der 31. Minute brachte Marco Pedretti die Genfer mit dem 3:1 erneut mit zwei Toren in Führung. Die Genfer bezahlten den Sieg teuer, schieden doch Daniel Rubin (51.) und Jim Slater (63.) verletzt aus. Letzterer wurde vom Eis getragen, nachdem er in Teamkollege Matt D'Agostini reingefahren war. In der Folge wurde er zu Untersuchungen ins Spital gebracht.

Die Berner verdienten sich den Punkt mit einer Leistungssteigerung nach der zweiten Pause. Sie kämpften sich richtiggehend in die Partie hinein. Nach dem 3:3 von Martin Plüss nach genau 46 Minuten erspielten sie sich gar ein klares Chancenplus. So scheiterten Cory Conacher (52.) und zweimal Plüss (56./63.) alleine vor Servettes Goalie Robert Mayer. Die Genfer hatten zuvor dreimal hintereinander in Bern verloren. Zudem war es im vierten Saisonduell dieser beiden Teams der erste Auswärtssieg.

HCD misslingt Hauptprobe

Davos ist die Hauptprobe für das Halbfinal-Hinspiel in der Champions Hockey League gegen Frölunda Göteborg missglückt. Der Titelverteidiger unterliegt den SCL Tigers vor heimischem Publikum 1:3.

Damit gelang den SCL Tigers, die zuvor dreimal hintereinander in Davos verloren hatten, eine eindrückliche Reaktion auf die 0:7-Heimniederlage gegen die ZSC Lions am Freitag. Kevin Clark (22.), der den 20-jährigen Davoser Verteidiger Jens Nater alt aussehen liess, und der im Slot allein gelassene Sandro Moggi (24.) wendeten zu Beginn des Mitteldrittels innert 103 Sekunden ein 0:1 (10.) in ein 2:1. In der 58. Minute machte Tobias Bucher mit dem 3:1 alles klar.

Walser verliert Zähne

Der Sieg der Emmentaler wurde jedoch überschattet vom Ausfall von Thomas Nüssli. HCD-Verteidiger Noah Schneeberger hatte den Langnauer Stürmer 36 Sekunden vor dem Ende des zweiten Drittels übel gegen den Kopf gecheckt, worauf dieser mit einer Halskrause auf einer Bahre vom Eis getragen werden musste. Nach dem Spiel war von einer schweren Hirnerschütterung die Rede.

Während die Tigers den dritten Auswärtssieg in Folge feierten, erlitten die Davoser die dritte Niederlage in den letzten 13 Heimspielen. Der HCD verzeichnete zwar deutlich mehr Torschüsse (38:19), agierte aber zu unkonzentriert, schien schon die Champions League im Hinterkopf zu haben. Zudem schonte Trainer Arno Del Curto trotz vier Verletzten Dick Axelsson, Simon Kindschi sowie Mauro Jörg und spielte nur mit drei Ausländern. Im Weiteren schied in der 14. Minute Samuel Walser aus. Er wurde von einem Puck getroffen und verlor zwei Zähne.

Ambri rutscht unter den Strich

Fribourg, das am Freitag mit dem Heimsieg gegen Lausanne nach elf Niederlagen in Serie endlich wieder einmal gewinnen konnte, doppelte auswärts gegen den gleichen Gegner nach und siegte im Waadtland mit 5:3.

Zehnmal hat Ambri zuletzt mindestens einen Punkt gewonnen, nun gingen die Tessiner daheim gegen den EV Zug wieder einmal leer aus und verloren 2:4. Und weil der SC Bern gegen Servette bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung einen Punkt gewann, rutschten die Tessiner unter den Strich. Für die Genfer, die nur noch einen Zähler hinter Davos liegen, war es der fünfte Sieg in Serie.

Lugano mit den besseren Ausländern

Spengler-Cup-Finalist Lugano zittert sich bei Schlusslicht Biel nach einer 3:0-Führung zu einem 3:2-Sieg. Die klar besseren Ausländer geben den Ausschlag zu Gunsten der Tessiner.

Sieben der acht Skorerpunkte der Gäste verbuchten Ausländer. Lugano, das vor der Partie das zweitschlechteste NLA-Team in Überzahl war, stellte mit zwei Powerplay-Toren die Weichen auf Sieg. Tony Martensson und Topskorer Fredrik Pettersson waren jeweils erfolgreich. Pettersson realisierte mit dem Treffer zum 1:0 bei fünf gegen drei Feldspielern sein 15. Saisontor. Für den Gamewinner sorgte Tim Stapleton noch vor Spielmitte.

Biel verpasste zu Beginn die möglich gewesene 1:0-Führung. Im Schlussdrittel vermochten die Gastgeber dann durch Tore von Back Dave Sutter und dem Deutsch-Kanadier Ahren Spylo noch zu verkürzen. Doch mehr liess Luganos starker Keeper Elvis Merzlikins nicht mehr zu. (sda)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.