Sternschnuppenregen: Schade: Der Himmel weint nicht nur feurige Tränen
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SternschnuppenregenSchade: Der Himmel weint nicht nur feurige Tränen

Tausende Wünsche könnten diese Nacht in Erfüllung gehen. Doch ausgerechnet am Tag des grossen Meteor-Spektakels stellt Petrus auf stur. Dabei könnte der Sternschnuppenregen so wunderbar sein – über den Wolken ...

Jährlich im August kreuzt die Erde die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle. Nun ist es wieder soweit, und so erwarten Sterngucker in den frühen Morgenstunden einen wahren Sternschnuppenregen. Verantwortlich dafür sind winzige Meteore. Wenn die wenige Millimeter grossen Staubteilchen des Kometen mit Geschwindigkeiten von 70 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen, entstehen am Himmel die bekannten Lichtstreifen. In den frühen Morgenstunden sollen Dutzende Meteore pro Stunde am Himmel aufleuchten.

Schnelle Wünsche sind gefragt

Der Volksglaube besagt, dass sich etwas wünschen darf, wer eine Sternschnuppe erblickt. Damit ein Wunsch in Erfüllung geht, sind nach einem alten Glauben zwei Regeln zu beachten: Man darf den Wunsch nur denken, und er muss zu Ende gedacht sein, ehe die Sternschnuppe erlischt. Es sollte also schnell gehen mit dem Wünschen.

Im Volksmund werden die August-Meteoren auch «Laurentius-Tränen» genannt. Gemäss der Legende wurde der Heilige Laurentius am 10. August 258 unter der Herrschaft des römischen Kaisers Valerian verbrannt, weil er den Besitz der Kirche an Arme und Kranke verteilte. Seither soll es an diesem Tag stets feurige Tränen vom Himmel geregnet haben.

Freie Sicht am ehesten im Jura und in Basel

Wissenschaftlich erhärtet ist der Ursprung des Wortes «Sternschnuppe»: Als «Schnuppe» wurde das ausgebrannte Ende des Kerzendochts bezeichnet. Dieses Docht-Ende schnitt man früher mit einer speziellen Schere ab und legte den glühenden Rest in die Kerzenschale.

Doch ausgerechnet heute spielt Petrus nicht mit. Dicke Wolken und anhaltender Regen verdecken das Himmelsspektakel in der Schweiz fast gänzlich. Die grössten Chancen, die Sternschnuppen zu bestaunen, dürften sich laut Meteorologen im Jura und im Raum Basel ergeben.

(meg/sda)

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