Schänis: Bauer Keller wieder hart getroffen

Aktualisiert

Schänis: Bauer Keller wieder hart getroffen

Ein zerstörter Stall, überschwemmte Keller und zahlreiche evakuierte Familien: In Schänis hat der Regen grosse Schäden angerichtet.

Bis zu 40 Liter Wasser pro Quadratmeter sind gestern Morgen im Gemeindegebiet von Schänis in kurzer Zeit niedergegangen und haben zu zahlreichen Erdrutschen geführt. Ein grosser Stall in Maseltrangen bei Schänis wurde von einer Mure niedergedrückt. Die Rinder waren auf der Weide, doch die Kaninchen wurden unter den Trümmern begraben. Weiter oben hat eine gewaltige Mure die ganze Strasse verschüttet und sechs Familien von der Aussenwelt abgeschnitten. «Diese müssen jetzt evakuiert werden», sagt Roman Jud vom Gemeindeführungsstab Schänis.

Die Gemeinde wurde nach den Überschwemmungen für den Verkehr gesperrt. Die Fluten überschwemmten zahlreiche Keller. Der Schäniser Ueli Keller mussten seinen Keller bereits zum dritten Mal auspumpen. Innert kurzer Zeit stand dort ein halber Meter Wasser. Besonders hart: Erst gerade waren die Schäden vom Unwetter 2005 beseitigt worden. «Vor einer Woche wurden die letzten Platten verlegt», so Keller. Viel Wasser steht auch in der gesamten Linthebene.

Gesperrt werden mussten die Bahnlinie Uznach–Ziegelenbrücke und zahlreiche Nebenstrassen im Gebiet Gaster. Laut Jud bereiten sich die Führungsstäbe der umliegenden Gemeinden auf eine weitere schwere Nacht vor: «Es soll nochmals 80 Liter Regen geben», so Jud.

(ann)

Deine Meinung