23.04.2019 19:37

Trump trifft die QueenSchafft es Trump dieses Mal ohne Faux-Pas?

Donald Trump bekommt seinen Staatsbesuch in London: Noch diesen Sommer soll er dort die Queen treffen. Doch nicht alle freuen sich über seinen Besuch.

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Der amtierende US-Präsident hatte Großbritannien im Juli zum ersten Mal besucht.

Der amtierende US-Präsident hatte Großbritannien im Juli zum ersten Mal besucht.

epa/str
Damals brüskierte er May mit harter Kritik an deren moderater Haltung gegenüber der EU.

Damals brüskierte er May mit harter Kritik an deren moderater Haltung gegenüber der EU.

Peter Foley
Nun folgt die zweite Audienz: Bei seiner Reise vom 3. bis 5. Juni wird Trump von seiner Frau Melania begleitet.

Nun folgt die zweite Audienz: Bei seiner Reise vom 3. bis 5. Juni wird Trump von seiner Frau Melania begleitet.

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US-Präsident Donald Trump soll vom 3. bis 5. Juni zum Staatsbesuch nach London kommen. Der amerikanische Präsident und First Lady Melania haben eine Einladung der Queen angenommen, teilte der Palast am Dienstag mit. Die Königin entspricht damit dem Wunsch der britischen Regierung. Der Trump-Besuch ist jedoch höchst umstritten. Es wird mit massiven Protesten gerechnet.

Premierministerin Theresa May hatte die Einladung an Trump bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2017 ausgesprochen. Sie stiess damit in ihrem Land auf Empörung. Eine Staatsvisite wird anders als ein normaler Arbeitsbesuch mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert und gilt als besondere Ehrung.

Fahrt in goldener Kutsche

Vor Trump wurde sie nur zwei US-Präsidenten zuteil: George W. Bush und Barack Obama. Zu einem Staatsbesuch gehört unter anderem die Fahrt in einer vergoldeten Kutsche über die Prachtstrasse «The Mall» in London und ein Staatsbankett im Buckingham-Palast.

Beim Trump-Besuch wird mit massiven Protesten gerechnet. Parlamentspräsident John Bercow hatte einst angekündigt, den US-Präsidenten nicht für eine Rede im Palace of Westminster zu empfangen. Indirekt warf er Trump Rassismus und Sexismus vor. Am Dienstag sagte er, eine solche Anfrage, wenn es sie gäbe, werde nach den üblichen Kriterien geprüft.

Der Staatsbesuch hätte längst stattfinden sollen. Doch London liess sich mit einem Termin wohl im Hinblick auf die erwarteten Proteste Zeit. Einen Vorgeschmack auf den Event gab es im Juli vergangenen Jahres, als Trump zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Grossbritannien kam.

Er war in der Botschafterresidenz in London untergebracht, nahm aber nur Termine ausserhalb der Hauptstadt wahr und reiste per Helikopter an. Auf dem Programm stand auch ein Treffen mit der Queen auf Schloss Windsor.

Trump schoss in der «Sun» gegen May

Trump düpierte bei dem Besuch die Premierministerin mit einem Interview der Boulevardzeitung «Sun», das kurz nach einem festlichen Gala-Dinner auf Blenheim-Palace, dem Geburtsort Churchills, veröffentlicht wurde. Er warf May vor, seine Ratschläge bezüglich des EU-Austritts ignoriert zu haben.

Auch das Treffen mit der Queen verlief im vergangenen Sommer nicht ohne Faux-Pas. Nach der Zusammenkunft im Schloss Windsor plauderte Trump über Inhalte seines Gesprächs mit der britischen Monarchin. Eigentlich verbietet dies das Protokoll des britischen Königshauses. (sda)

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