Wetter: Schafskälte statt Badewetter
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WetterSchafskälte statt Badewetter

Zum Glück können wir uns am grossartigen Erfolg der Schweizer Fussballer erwärmen, denn was das Wetter uns gegenwärtig bietet, ist gar nicht lustig.

Herbststimmung im Juni über dem Rhein bei Domat-Ems.

Herbststimmung im Juni über dem Rhein bei Domat-Ems.

Die Schafskälte mit Regen und Schnee bis unter 1500 Meter hält in diesen Tagen den Sommer von der Schweiz fern. Mit einer langsamen Wetterbesserung ist erst ab Montag zu rechnen.

«Die Schafskälte hat sich dieses Jahr etwas verspätet», sagte Felix Schacher von MeteoSchweiz am Donnerstag zur Nachrichtenagentur SDA. Der Kaltlufteinbruch aus Norden zur Zeit der Schafsschur kommt nämlich eigentlich meist in der ersten Juni-Hälfte, um den 10. herum, zu uns.

Von der garstigsten Seite zeigt sich das typische Schafskältewetter am Samstag. MeteoSchweiz sagt für den Westen des Landes Höchstwerte von 16 Grad voraus, für den Osten 17 Grad. Und die Schneefallgrenze wird in den Zentral- und Ostalpen zum Teil unter 1500 Meter sinken.

Schafe im Schnee

Vor allem am Sonntagmorgen werde es in der Höhe weiss sein, sagt der Meteorologe voraus, «und dann stehen die Schafe im Schnee».

Wer am Wochenende zum Aufwärmen in den Süden fahren will, sollte bedenken, dass auch die Alpenpässe schneebedeckt sein werden. Mit Sommerpneus könnte die Reise etwas heikel sein.

Eine zögernde Wetterbesserung ist ab Montag in Sicht. Es werde längere trockene Abschnitte und wieder etwas mehr Sonne geben, verspricht der Meteorologe. «Sicher wird es wieder wärmer.»

Auch Bauern sehnen Sommer herbei

Wie alle anderen wünschten sich auch die Bauern den Sommer herbei, sagte Sandra Helfenstein vom Schweizerischen Bauernverband. Für die landwirtschaftlichen Kulturen sei jedoch das nasskalte Wetter zum Glück kein Problem, versicherte sie am Donnerstag auf Anfrage.

Da es zuvor lange trocken gewesen war, hätten die Kulturen zum Teil Verspätung. Ein Vorteil des aktuellen Wetters sei, dass es kaum Feuerbrand an Obstkulturen gebe. Ein Nachteil sei, dass es mehr Pilzbefall geben könne. Dieser lasse sich gut mit Fungiziden bekämpfen. «Dazu muss es aber trocken sein.»

(sda)

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