Nach Wolf-Riss: Schafzüchter erhalten hohe Entschädigungen
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Nach Wolf-RissSchafzüchter erhalten hohe Entschädigungen

Nach Angriffen von Bär und Wolf erhalten die Schafzüchter offenbar pro Schaf bis zu 1600 Franken Entschädigung. Im Gegensatz dazu bringt das Schaffleisch keine 100 Franken ein.

von
bat
Je älter das gerissene Schaf und je tiefer sein Marktwert, desto mehr profitiert der Schafzüchter vom Appetit von Bär und Wolf und der grosszügigen Wiedergutmachungspolitik.

Je älter das gerissene Schaf und je tiefer sein Marktwert, desto mehr profitiert der Schafzüchter vom Appetit von Bär und Wolf und der grosszügigen Wiedergutmachungspolitik.

Fünfzehn Schafe hat Jungbär M25 gerissen, seit er vor rund zwei Wochen ins Bündnerland eingewandert ist. Die ausbezahlte Entschädigung pro Schaf beträgt das Eineinhalb- bis Dreifache des Marktpreises, wie Reinhard Schnidrig von der Sektion Wildtiere & Waldbiodiversität im Bundesamt für Umwelt (Bafu) gegenüber SonntagsBlick bestätigt.

Je älter das gerissene Schaf und je tiefer sein Marktwert, desto mehr profitiert der Schafzüchter vom Appetit von Bär und Wolf und der grosszügigen Wiedergutmachungspolitik. Für die Entschädigung ziehen Bund und Kantone die «Einschätztabelle für Zuchtschafe» heran. Ein ausgewachsenes Schaf steht dort mit 200 bis 1200 Franken für über fünfjährige Tiere und sogar bis 1600 Franken für jüngere Tiere zu Buche.

Auf der anderen Seite bringt ein Kilo Schaffleisch beim Metzger laut der Branchenorganisation Metzgertreuhand (MT) gerade mal Fr. 4.70 – bei rund 20 Kilo verwertbarem Fleisch macht das keine 100 Franken pro Schaf.

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