Breel Embolo: «Schalke zweifelte an meiner Qualität»
Aktualisiert

Breel Embolo«Schalke zweifelte an meiner Qualität»

Gladbach-Sportchef Max Eberl macht seinen Stürmer Breel Embolo vor seiner Rückkehr nach Gelsenkirchen heiss.

von
E. Tedesco
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Die Karriere von Breel EmboloIm ersten halben Jahr bei Gladbach erzielte Breel Embolo sechs Tore. bei der Borussia bekommt er das nötige Vertrauen. «Breel ist ein Pfundskerl», sagt Trainer Marco Rose.

Die Karriere von Breel EmboloIm ersten halben Jahr bei Gladbach erzielte Breel Embolo sechs Tore. bei der Borussia bekommt er das nötige Vertrauen. «Breel ist ein Pfundskerl», sagt Trainer Marco Rose.

Expa
Juni 2019Der Basler wechselt für 10 Millionen Euro zu Gladbach und wird Teamkollege der Schweizer Yann Sommer, Denis Zakaria und Nico Elvedi. «Breel war bereit, für uns auf Geld zu verzichten. Sein erstes halbes Jahr hat gezeigt, dass er langsam in den Rhythmus kommt», sagt Sportdirektor Max Eberl.

Juni 2019Der Basler wechselt für 10 Millionen Euro zu Gladbach und wird Teamkollege der Schweizer Yann Sommer, Denis Zakaria und Nico Elvedi. «Breel war bereit, für uns auf Geld zu verzichten. Sein erstes halbes Jahr hat gezeigt, dass er langsam in den Rhythmus kommt», sagt Sportdirektor Max Eberl.

tim Groothuis/witters
Juni 2018Der Stürmer reist mit der Nati an die WM in Russland und kommt dort auch zum Einsatz.

Juni 2018Der Stürmer reist mit der Nati an die WM in Russland und kommt dort auch zum Einsatz.

Am Freitag startet die Bundesliga-Rückrunde mit der Partie Schalke gegen Gladbach (ab 20.30 Uhr im Ticker). Ein Schweizer in den Reihen der Fohlen steht dann besonders im Fokus: Breel Embolo. Der 22-jährige Basler kehrt erstmals seit seinem Wechsel im Sommer 2019 in die Veltins-Arena zurück. Dorthin, wo der Nati-Stürmer keine einfache Zeit hatte.

Als Rekordtransfer kam Embolo im Sommer 2016 in Gelsenkirchen an. Im Herbst verletzte er sich nach einem üblen Foul schwer und musste fast ein Jahr pausieren. Die hohen Erwartungen schlugen rasch in harsche Kritik und Enttäuschung um. Im letzten Sommer verscherbelte Schalke den Schweizer. Gladbachs Sportdirektor Max Eberl, der schon früher ein Auge auf den Angreifer geworfen hatte, zögerte nicht.

«Breel war bereit, für uns auf Geld zu verzichten», sagte der Sportdirektor, der Embolo schliesslich für den «Schnäppchen-Preis» von zehn Millionen Euro bekam, an der Medienkonferenz vor dem Schalke-Spiel. «Sein erstes halbes Jahr hat gezeigt, dass er langsam in den Rhythmus kommt.» Die Bestätigung in Zahlen dafür: Bei Königsblau erzielte Embolo in drei Jahren 10 Liga-Tore. Im ersten halben Jahr bei den Borussen aus Mönchengladbach sind es schon sechs.

Embolo kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen

«Ich konnte bei der Borussia regelmässig spielen, dass hatte ich bei Schalke wegen der Verletzungen nie. Dazu spürte ich das volle Vertrauen des Trainers», erklärte Embolo in der «Bild»-Zeitung und kann sich einen kleinen Seitenhieb in Richtung Schalke im Nachsatz nicht verkneifen. «In Schalke hatte ich das nicht immer. Es wurde zwei-, dreimal auch an meiner Qualität gezweifelt. Und ein Spieler ohne Selbstvertrauen kann dir nicht viel helfen.»

In Gladbach bekommt er das nötige Vertrauen. «Breel ist ein Pfundskerl», sagte Marco Rose. «Es macht richtig Spass», führt der Fohlen-Trainer weiter aus, «wenn dieser Koloss vor dir steht und dich anlächelt. Er ist ein feiner Mensch, ein Teamplayer und er hat unglaubliche Qualität. Bei ihm geht es darum, dass auf den Punkt zu bringen. Da wird in den nächsten Jahren noch einiges vorangehen.»

Die Vorfreude auf das Schalke-Spiel ist beim zweifachen Vater, nach Töchterchen Naliya (1) gab es für Breel und seine Frau Naomi Mitte Dezember mit Söhnchen Clay Enzo erneut Nachwuchs, gross. «Ich freue mich auf die Rückkehr und darauf, viele Freunde wiederzusehen. Mit 90 Prozent der Jungs habe ich privat immer noch zu tun.»

Eberl macht Embolo heiss

Embolo gönnt seinen ehemaligen Teamkollegen auch eine Top-Platzierung wie er sagt. Dass Schalke aber Gladbach nicht überholt, dafür kann auch Embolo sorgen – mit Toren. Welchen Empfang ihm die Schalker Fans bereiten werden, bleibt indes abzuwarten. «Ich glaube, dass ihn die Fans gemocht haben und habe deshalb keine Befürchtungen, dass da etwas passiert», sagte Eberl.

Doch ganz cleverer Sportdirektor, machte er Embolo auch gleich heiss auf die Königsblauen, indem er sagte: «Natürlich hofft man, dass die typische Fussball-Geschichte diesmal auf unserer Seite ist, dass ein Spieler, der weggeht, seinem alten Club auch mal wehtut. Wir kennen das leider hinreichend von Marco Reus …»

Der heutige BVB-Captain schoss gegen Gladbach in 12 Spielen 9 Tore.

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